Wieviel Wirtschaftskraft kostet uns die Fußball-Weltmeisterschaft?

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Wir alle kennen das aus den vergangenen Wochen. Wer wird wohl heute Abend spielen? Können wir die Spanier schlagen? Sind die Argentinier die beste Mannschaft des Turniers?


Wieviel Wirtschaftskraft kostet uns die Fußball-Weltmeisterschaft? Besucher des Fan-Festes in Berlin auf der Strasse des 17. Juni. / © Lennart Preiss (ddp)

Markus Voeth. Markus Voeth.Professor an der Universität Hohenheim. All diese Fragen werden auch am Arbeitsplatz diskutiert. Und dann sind da natürlich noch die Spiele der deutschen Nationalmannschaft.

Spiele um 13.30 Uhr, wie in der Vorrunde, fallen in die produktivste Arbeitszeit. Das kostet alles Wirtschaftskraft, das ist wohl allen klar. Aber wie viel Wirtschaftskraft geht tatsächlich verloren?

Markus Voeth hat das ausgerechnet, er ist Ökonom und lehrt an der Universität Hohenheim in Stuttgart.

Hören Sie das Interview mit ihm hier:

»Ökonomen Markus Voeth über die wirtschaftlichen Folgen der WM« herunterladen


Es wurde bereits 1 Kommentar zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. Sebastian Bach

    Sebastian Bach am

    Also ich habe generell nicht viel für Fußball übrig, aber dass hier solchen Leuten wie Herrn Voeth ein Forum geboten wird, deren Gedankengänge sich scheinbar nur darum drehen, wie man noch mehr Gewinn aus Mensch, Tier und Umwelt quetschen kann, ohne dabei zu auf deren Bedürfnisse einzugehen, ist traurig. So traurig, wie eine Gesellschaft, die solche Leute in Führungspositionen und Lehrstühlen zulässt und sich mit dem ständigen Wiederholen des Wachstumsmärchens von morgens bis abends das Gehirn waschen lässt.

    Ob die Angestellten nun 15 Minuten täglich über Fußball, das Wetter, den Eurovision Song Contest oder den letzten Urlaub reden, macht keinen Unterschied. Private Kommunikation am Arbeitsplatz findet täglich statt, auch zwischen Fußball-E- und WM. Es ist also eher die Normalität, zumindest in Deutschland. Herr Voeth Traumzustand scheinen die Arbeitsverhältnisse zu sein, wie sie beispielsweise in chinesischen Fabriken bestehen, bei denen 12-Stunden-Schichten mit knapp bemessenen Pausenzeiten und untersagter Kommunikation zwischen den Arbeitern die Regel sind.

    Herr Voeth sollte froh sein, dass die Leute über Fußball reden – und nicht darüber, wie man aus Leuten wie ihm mehr herauspressen könnte, als sinnlose Berechnungen über angeblich verlohrene Arbeitszeit, die sie wiederum mit ihren Steuergeldern finanzieren.

    Aber nebenbei: Was bei dieser “reißerischen” Berechnung nicht aufgeführt wird: Die Fußballzuschauer verzehren wesentlich mehr Bier und Bratwürste als in “normalen” Zeiten, kaufen Fanartikel, verbrauchen mehr Benzin durch die an den Fahrzeugen befestigten Fahnen und sorgen somit für Umsatz. Das sollte den angeblichen Verlust für das Bruttoinlandsprodukt ausgleichen.

 

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