Forschungsquartett | Wie Städte sinnvoll schrumpfen

Weltweit erregen Megastädte und ihr stetiges Wachstum die öffentliche Aufmerksamkeit. Allerdings gibt es auch viele schrumpfende Kommunen. Die Ursachen und Probleme dieser Städte zeigt die kürzlich erschienene Studie "Shrink Smart".

Schrumpfende Städte sind vor allem in Europa vollkommen normal. Denn fast die Hälfte aller Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern schrumpft. Die betroffenen Kommunen stehen vor großen Herausforderungen und haben meist kaum Kapazitäten, um mit den Problemen umzugehen.

Dieter Rink Leiter der Studie »Shrink Smart« 

Die Studie „Shrink Smart“ hat von 2009 bis 2012 die Ursachen und Folgen schrumpfender Städte untersucht. Anhand der Städte Liverpool (UK), Ostrava (Tschechien), Bytom und Sosnowiec (Polen), Genua (Italien), Timisoara (Rumänien), Donetsk (Ukraine), Leipzig und Halle zeigte das europäische Forscherteam um Dieter Rink Parallelen und Unterschiede im Schrumpfungsprozess.

Akzeptieren oder Ignorieren?

Besonders interessant für die Forscher ist der Umstand gewesen, wie die Städte mit der Schrumpfung umgingen. Denn in einigen Städten ist es tabu, die Schrumpfung überhaupt zu thematisieren.

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Andere Städte hingegen gehen sehr offen mit der Schrumpfung um. Sie können dadurch häufig negative Folgen minimieren oder sogar von der Schrumpfung profitieren. Meist sind die einzelnen Städte und Kommunen aber abhängig von staatlichen Hilfsprogrammen.

Denn Schrumpfung einzudämmen oder zu verhindern, ist vor allem eine Geldfrage.

Alleine schafft es kaum eine Stadt, gegen die Schrumpfung wirksam vorzugehen. Was Ursachen und Folgen schrumpfender Städte sind und warum die Stadt Leipzig ein Beispiel für sinnvolles Schrumpfen ist, erklärt Max Heeke.

Forschungsquartett | Wie Städte sinnvoll schrumpfenhttps://detektor.fm/wp-content/uploads/2013/06/Shrink_Smart_WEB.mp3

Bei der Schrumpfung geht es auch immer darum, Kosten zu verteilen, also Verluste zu verteilen. – Dieter Rink, Sozialwissenschaftler


+++ Das Forschungsquartett in Kooperation mit der Helmholtz Gemeinschaft +++

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Redaktion