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Stephan Thome im Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse 2018. Foto: Kati Zubek | detektor.fm

N99 | Stephan Thome über Perspektivwechsel in der Literatur

Aus der Geschichte lernen

Der neue Roman von Stephan Thome, „Gott der Barbaren“, spielt im China des 19. Jahrhunderts. Doch der Schatten, den dieser historische Roman wirft, reicht bis in die Gegenwart.

Stephan Thome, der Philosoph

Der gebürtige Hesse Stephan Thome studiert zunächst Philosophie, Religion und Sinologie in Berlin. Im Anschluss führt seine Forschung ihn ins ferne Asien. Dort bereist er China, Japan und Taiwan. Sein Debütroman „Grenzganz“, über das Leben in der deutschen Provinz, erlangt 2009 große Aufmerksamkeit. Sein neuer Roman spielt nun in China. Es ist ein Blick zurück auf die Geschichte des christlichen Fanatismus im chinesischen Kaiserreich. Thome zeigt hier, wie viel wir aus der Vergangenheit noch über die Gegenwart lernen können. Der Autor lebt und arbeitet in Taipeh.

Es gibt Parallelen zum selbsternannten Islamischen Staat. Das habe ich sofort bemerkt, als ich das Buch recherchiert habe. Das war auch ein Motiv, dieses Buch zu schreiben. Wenn wir heute religiösen Fanatismus hören, denken wir sofort an den Islam. Wir rechnen überhaupt nicht damit, dass es in China mal christliche Rebellen gegeben hat. – Stephan Thome

„Gott der Barbaren“ – worum geht’s?

China, Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine christliche Aufstandsbewegung überzieht das Kaiserreich mit Terror und Zerstörung. Ein junger deutscher Missionar reist voller Idealismus nach Nanking. Daraufhin gerät er zwischen die Fronten eines Krieges, in dem er alles verlieren könnte. Es ist eine Geschichte faszinierender Persönlichkeiten. Ein britischer Sonderbotschafter muss seine inneren Abgründe konfrontieren. Überdies wird ein Kriegsherr der Rebellen so mächtig, dass selbst der Kaiser ihn fürchten muss. Suhrkamp.

detektor.fm-Moderator Christian Bollert hat sich mit Stephan Thome über seine Recherche in China und sein neues Buch unterhalten.

N99 | Stephan Thome über Perspektivwechsel in der Literatur 10:16

Redaktion: Thomas Oysmüller


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