beat! – Ausgabe 03/2011

Mad Management im Interview, die neue Platte von Talib Kweli und unsere Hip-Hop-News

06.04.2011

In Ausgabe Nummer drei von beat! haben wir die Magdeburger Hip-Hop-Crew Mad Management zu Gast. „Gutter Rainbows“ von Talib Kweli ist unser beat!-Album des Monats. Die Musik kommt u.a. von Nicki Minaj, YelaWolf und dem kürzlich verstorbenen Nate Dogg.

Die Sendung zum Nachhören:

Playlist

01. Joell Ortiz feat. Jadakiss & Saigon – Hip-Hop (Remix) (aus The Brooklyn Bomber)
02. Mad Management – Komm Fit (aus Mad Management – Das Album)
03. Dr. Dre feat. Eminem & Skylar Grey – I Need A Doctor
04: Lloyd Banks – Beamer, Benz Or Bentley (aus The Hunger For More, Pt.2)
05: Marvin Gaye – Mercy, Mercy Me (The Ecology) (aus What’s Going On)
06: Nicki Minaj & Drake – Moment 4 Life (aus Pink Friday)
07: YelaWolf & Rittz The Rapper – Chevy Box (aus Trunk Muzik 0-60)
08: Talib Kweli – Cold Rain (aus Gutter Rainbows)
09: Mad Management – Zuckerstück (aus Mad Management – Das Album)
10: Warren G. & Nate Dogg – Regulate (aus Above The Rim)
11: Beanie Sigel feat. Melissa – Feel It In The Air (aus The B.Coming)
12: Mad Management – Engpass (aus Mad Management – Das Album)

Interview mit Mad Management

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Mad Management bei Facebook

Album des Monats: Talib Kweli – Gutter Rainbows

Talib Kweli ist wieder da: Mit seinem vierten Solo-Album meldet sich der Veteran aus New York zurück. Und er hat mit Gutter Rainbows ein solides und sehr unaufgeregtes Album gemacht. Man hat das Gefühl, dass der Rapper nun wieder zurück zu seinen Wurzeln gefunden hat. Das hört man nicht nur musikalisch, es spiegelt sich auch in Sachen Label wieder. Talib Kweli hat für seine neueste Solo-Scheibe mit der kleinen Plattenfirma Duck Down Records zusammengearbeitet anstatt wie bisher mit dem Musik-Riesen Warner. Und dieser Wechsel hat dem 35-Jährigen gut getan: Mr. Greene, wie der MC bürgerlich heißt, schaffte auf seinen Platten immer wieder den Spagat zwischen Hip-Hop-Mainstream und Szene-Liebling – so auch bei Gutter Rainbows. Besonders bei dem neo-soul-inspirierten Mr. International wird das deutlich.

Aber Talib Kweli kann nicht nur chillige Reime über entspannte Beats droppen, sondern beherrscht auch die Boom-Bap-Disziplin. Das wird auf dem Track Palookas zusammen mit Sean Price deutlich oder auf dem Song I’m On One.

I’m On One klingt beat-technisch am interessantesten. Insgesamt sind auf Gutter Rainbows neben Featuregästen wie Jean Grae, Kendra Ross oder Blaqthoven etliche Producer am Start. Unter anderem sorgen 88-Keys, Marco Polo oder S1 für den richtigen Sound. Diese Mischung ist Garant für musikalische Vielseitigkeit und lässt keine Langeweile aufkommen. Sogar ein Produzent aus Deutschland hat es aufs neue Talib Kweli-Album geschafft: Der Mainzer Shuko verewigte sich auf der Platte – mit dem Beat zu So Low.

Alles in allem ist Talib Kweli mit Gutter Rainbows ein gutes Album gelungen – nicht mehr aber auch nicht weniger. Lieber ein solides Rap-Album, als schiefgegangene oder gar peinliche Experimente. Der Mann muss weder sich, noch die Rap-Welt mit neuen Sounds neu erfinden oder spektakuläre Features präsentieren. Wo andere Rapper Techno-Beats auspacken oder die Taio Cruzes und Rihannas dieser Welt auf ihre Alben lassen, vertraut der New Yorker eher auf seine Kumpels. Und das ist auch gut so. Denn am wichtigsten sind, laut Talib Kweli, eh Familie und Freunde.

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Hip-Hop-News

Nate Doggs genaue Todesursache geklärt.

Nach dem plötzlichen Tod von Hip-Hop-Star Nate Dogg scheint die Todesursache nun klar zu sein. Wie bereits vermutet, starb er an den Folgen früherer Schlaganfälle. 2007 hatte der Künstler aus Long Beach, Kalifornien seinen ersten Schlaganfall erlitten. Dabei wurde Nate unter anderem halbseitig gelähmt. 2008 folgte dann ein zweiter Schlaganfall. Nach einiger Zeit war Nate eigentlich wieder auf dem Weg der Besserung. Am 15. März starb der Musiker dann aber an Komplikationen, die von beiden Schlaganfällen herrührten. Laut seinem Anwalt soll auch eine Herzschwäche seinen Tod mit verursacht haben. Nate Dogg wurde nur 41 Jahre alt.

Charity-Konzert für Japan mit Blumio.

Nach den tragischen Ereignissen in Japan hat der Rapper aus Düsseldorf am 22. März mit drei weiteren Bands ein Benefiz-Konzert in seiner Heimatstadt gespielt. Die Einnahmen werden an das Rote Kreuz für die Krisenregion gespendet. Blumio hat japanische Wurzeln und Verwandte in Tokio. Bei der Katastrophe in Asien starben tausende Menschen, ganze Landstriche sind ein Trümmerfeld. Neben Blumio traten auch die Bands Offbeat, BLIK sowie die Polaroids bei dieser Benefizaktion auf.

„Tha Carter IV“ erscheint angeblich im Mai.

Wie Lil‘ Wayne in einem Interview mit MTV bestätigte, sind die Arbeiten an der Platte beendet. Das Album soll dann am 16. Mai rauskommen, sagte der Rapper aus New Orleans weiter. Wer als Featuregäste oder Produzenten am Start sind, verriet Wayne allerdings nicht. Mit den „Tha Carter-LPs“ konnte der 28-Jährige große Erfolge feiern. Vom dritten Teil verkaufte Lil‘ Wayne bisher allein fast dreieinhalb Millionen Tonträger weltweit.