Deerhoof im Interview

Das Böse in La Isla Bonita

17.02.2015

Seit zwei Dekaden versorgen uns Deerhoof nun schon mit ihrem launigen Noiserock. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Janet Jackson und Madonna einmal Pate stehen würden für derart experimentelle Musik? Ein Gespräch mit Schlagzeuger Greg Saunier.

Deerhoof - unbändige Spielfreude, auch im detektor.fm-Studio Foto: detektor.fm.

Simpsons-Erfinder Matt Groening, Radiolegende John Peel und Yeah Yeah Yeahs-Sängerin Karen O – sie alle sind glühende Verehrer von Deerhoof. Und das ist erst der Anfang einer langen Liste prominenter Fans und Unterstützer.

Der Charme muffiger Keller

Deerhoof sind das Role-Model einer DIY-Band. Ihre Songs entstehen vorwiegend in provisorisch zum Aufnahmestudio umfunktionierten Schlafzimmern oder muffigen Kellern. Die Aufnahme läuft, die Mikrofone stehen irgendwo, nur nicht da, wo sie ein Produzent hinstellen würde. Die Instrumente sind mittelmäßig gut gestimmt. Egal, einfach drauf losspielen. Auf den perfekten Take wartet hier keiner.

„Wir wollten wie Janet Jackson klingen“

Deerhoof stehen für unbändige Spielfreude statt langweiligen Perfektionismus. Seit über 20 Jahren verfolgen sie dieses Mantra nun schon. Ein Dutzend Alben haben sie gemacht. Musikalisch klingt das nach verschwurbelter Gitarrenmusik, nach Noise und Experiment. Musik, die Haken schlägt. Warum so kompliziert? Und was zur Hölle hat das aktuelle Album „La Isla Bonita“ mit Madonna und Janet Jackson zu tun? Nachgefragt bei Deerhoof-Schlagzeuger und Songwriter Greg Saunier.