Keine Angst vor Hits – Folge 9

16.08.2011

Rein in die Hot Pants, Rollschuhe anschnallen und los geht’s - die Neuheiten der detektor.fm-Playlist, heute u.a. mit Flight Facilities, Gotye und Mayer Hawthorne.

Szene aus dem Video zu “Somebody That I Used To Know” von Gotye feat. Kimbra. Perfekte Trennungshymne.

Flight Facilities – Foreign Language

Was so klingt wie der perfekte Soundtrack zur Rollschuhdisco, ist der neue Song von Flight Facilities, ein DJ-Duo aus Sydney, das sich gerne mit noch unbekannten Gastsängerinnen schmückt. Letztes Jahr holten sich die Australier Giselle Rosselli ins Boot und landeten mit Crave You einen Radiohit. Jetzt haben sie mit Jess Higgs den Song Foreign Language aufgenommen und auch an den wird man sich am Morgen nach der Disconacht noch erinnern. Die Single gibt’s als Download in den üblichen Shops. Ein Album ist noch nicht in Sicht. Dafür gibt’s im September zwei Live-Termine in Deutschland: Köln und München.

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Gotye – Somebody I Used To Know

Wir bleiben in Australien. Dort zieht der Name Gotye immer größere Kreise. Dahinter verbirgt sich der in Belgien geborene und nun in Melbourne lebende Multiinstrumentalist Wouter De Backer. Seine Vorliebe ist es, alte Platten aus den 70ern zu samplen und sie mit Einflüssen aus den verschiedensten Stilrichtungen zu verwursten. Für Somebody That I Used To Know hat er sich Neuseelands Popsternchen Kimbra ins Studio eingeladen. Das Resultat ist eine Trennungshymne, die die Sache mit dem/der Ex in vier Minuten sowas von auf den Punkt bringt – da kann man auch mal drüber hinwegsehen, dass „Wally“, wie ihn die Australier liebevoll nennen, im Refrain ein bisschen wie Sting krakeelt. Somebody That I Used To Know findet man auf dem mittlerweile dritten Album von Gotye. Das heißt Making Mirrors und erscheint in Australien am 19. August. Hierzulande ist noch kein Veröffentlichungstermin bekannt.

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Lucy Rose – Middle Of The Bed

Lucy Rose dürfte den Fans der Band Bombay Bicycle Club bekannt vorkommen. Auf deren Live-Konzerten ergänzt sie sich gesanglich hervorragend mit Frontmann Jack Steadman und auch in einigen Aufnahmen konnte man ihre Stimme schon im Hintergrund vernehmen. Nun spielt sie sich mit ihrer Debütsingle Middle Of The Bed eindrucksvoll in den Vordergrund. Der Song macht das Warten aufs neue Feist-Album gleich viel erträglicher. Middle Of The Bed gibt’s samt einiger Remixe via iTunes. Lucy Rose arbeitet derzeit noch an den Aufnahmen für ihr erstes Album.

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Naima Husseini – Au Revoir Tristesse

Die Songs der aus Hamburg stammenden Songschreiberin Naima Husseini (früher unter dem Namen Silvester unterwegs) sind zweifelsohne Pop, haben jedoch immer auch einen Hang zur Experimentierfreude, zu kruden Instrumentierungen und Klangspielereien. Sie sind das Ergebnis eines scheinbar ewigen Prozesses der Veränderung: Songs aufnehmen, verbessern, auseinandernehmen, verwerfen und wieder neu zusammensetzen. Wir sind gespannt auf die Live-Umsetzung, u.a. zusammen mit Max Schröder (Tomte, Hansen, Der Hund Marie). Live ansehen kann man sich das am 24.10. beim detektor.fm-Studiokonzert. Vorbeikommen oder Einschalten! Beides umsonst. Wir schüren die Vorfreude mit der ersten Single: Au Revoir Tristesse. In Albumlänge gibt es Naima Husseini dann ab dem 30. September. Produziert hat übrigens Olaf Opal, der unter anderem die Platten von Juli und The Notwist mitverantwortet.

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Joe Goddard – Gabriel

Joe Goddard ist einer dieser furchtbar umtriebigen Musik-Menschen, die im Prinzip überall ihre Finger im Spiel haben. Mit Greco-Roman hat er sein eigenes Label gegründet, als DJ tingelt er um die halbe Welt und achso, dann hat er noch diese Band – Hot Chip. Als wenn das nicht genug wäre, verdingt er sich auch noch als Solo-Musiker. Die Zeit dafür findet er angeblich im Bett. Wenn dabei immer so tolle Songs wie Gabriel entstehen, sollte das die Devise für alle Musiker sein: Mehr Zeit im Bett verbringen. Gabriel ist Teil einer gleichnamigen EP, die Anfang August erschienen ist.

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Mayer Hawthorne – A Long Time

Das Milchgesicht des Soul ist zurück. Mayer Hawthorne schafft’s auch mit seinem neusten Wurf dem alten Soul- und Mowtown-Geist neues Leben einzuhauchen. Mit funky Gitarren, groovendem E-Piano und seiner Lässigkeit ist Long Time genau das, was man vom Wunderkind aus Detroit erwartet. Mayer Hawthorne in Bestform. Das neue Album soll How Do You Do heißen und erscheint voraussichtlich im Okotber.

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Jonas David – Shield

Nein, das hier ist nicht Musik aus den Wäldern Wisconsins, sondern aus Wuppertal. Jonas David ist gerade mal 23, arbeitet im Studio meist eigenbrödlerisch und wird live von vier Mitmusikern unterstützt. Als Vorbild nennt er die alten Helden: Dylan, Joplin, Springsteen. Seine Songs stehen aber vor allem den aktuellen Folk-Helden wie Bon Iver oder Damien Rice in nichts nach. In Shield schwingt sich Jonas David in schwindelerregende Falsett-Höhen und nimmt den Hörer mit auf seine emotionale Achterbahnfahrt. Der Song ist auf Jonas Davids Debütalbum Keep The Times zu finden, das im Juni bei einem niederländischen Label erschienen ist.

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Atlas Genius – Trojans

Und Australien zum Dritten. Die Band Atlas Genius entpuppt sich als taufrische Schnittmenge von Phoenix, Two Door Cinema Club und The Kooks. Mit dem Song Trojans haben sie‘s in ihrer Heimat immerhin schon zur iTunes-Single der Woche geschafft. Sollte man auf dem Radar haben, könnte was werden. Einziges Manko: Bisher haben sie nur diesen einen Song.

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