Musikzimmer – Ausgabe 11/2018

Das Musikzimmer im November

21.11.2018

Das Musikzimmer im November: Die Initiative Musik zeichnet die Spielstätten des Jahres aus, die Initiative Keychange setzt sich für Geschlechtergleichheit in der Musikindustrie ein, das Schweizer Duo Klaus Johann Grobe ist zu Gast im Studio und wir küren Paula Peterssen zum Musikzimmer-Act des Monats.

Das Neueste aus der Musikszene im deutschsprachigen Raum. Bild: detektor.fm

Playlist

1. The Screenshots – Hey
2. Die Kerzen – True Love
3. Gudrun Gut – Baby I Can Drive My Car
4. Klaus Johann Grobe – Diskogedanken
5. Kat Frankie – Du/Ich
6. Paula Peterssen – Pfeil & Bogen (Band des Monats)
7. Sea Moya – Purple Days
8. Jungstötter – I Wonder Why
9. Erregung Öffentlicher Erregung – Ich Tanze Rüber
10. Die Sauna – Das Geometrische System
11. Moritz Krämer – Um Raus Zu Sein

Die nächste Ausgabe des Musikzimmers läuft am 19. Dezember. Bis dahin gibt es immer mittwochs um 19 Uhr im Wortstream die Wiederholung der aktuellen Ausgabe.

Derweil könnt ihr in der Demoecke für unsere nächste Band des Monats abstimmen. Ihr macht selbst Musik? Wir bringen euch ins Radio! Schickt uns eure Songs, am besten per Link (Soundcloud, Bandcamp, Dropbox…) an
musikzimmer[at]detektor.fm.


Musikzimmer News

Initiative Musik zeichnet beste Clubs aus

Applaus, Applaus für das Institut für Zukunft in Leipzig, das LOCH in Wuppertal und die Halle242 in Hamburg. Diese Clubs belegen in den drei Kategorien jeweils den ersten Platz und wurden von der Initiative Musik als „Spielstätten des Jahres“ ausgezeichnet. Der Musikpreis wird für herausragende Livemusikprogramme vergeben, die das Kulturleben in der Stadt und auf dem Land bereichern. Das IFZ in Leipzig hat außerdem den Jurypreis für „Gleichstellung“ erhalten. detektor.fm hat mit den Clubbetreibern über die Bedeutung des Preises gesprochen, das Gespräch kann man natürlich nachhören auf detektor.fm.

Initiative Keychange legt Manifest zur Verbesserung der Geschlechter-Gleichheit vor

Die Initiative Keychange ist seit ihrer Gründung im letzten Jahr zu einer globalen Bewegung geworden. Über 140 Festivals haben sich der Initiative angeschlossen, die für eine 50/50 Geschlechterquote bei der Gestaltung der Line-Ups eintritt. Es geht aber auch um eine Stärkung der Rolle der Frauen und eine inklusivere Musikwirtschaft. Jetzt haben die Keychange-Gründer vor dem Europa-Parlament in Brüssel ein Manifest vorgelegt. Darin umreißen sie die Problematik des aktuellen Gender Gap in der Musikindustrie präsentieren Lösungsansätze, z.B. höhere Investitionen und Ausbildung. Das ganze Manifest kann man unter keychange.eu nachlesen.

Come To The Woods Festival geht in die zweite Runde

Die Band Woods of Birnam hat in diesem Jahr ihr erstes eigenes Open Air Festival in ihrer Heimatstadt Dresden veranstaltet. Die Stimmung auf dem ausverkauften Konzertplatz „Weißer Hirsch“ war ausgelassen, Bands und Künstler begeistert. Und deshalb folgt 2019 die zweite Ausgabe des Festivals. Am 22.6.2019 werden neben den Gastgebern wieder befreundete Bands und Künstler auftreten, dieses Mal dabei sind das Duo Ätna, Tobias Siebert alias And The Golden Choir und die wunderbaren Hundreds. Tickets für das Come To The Woods Festival gibt’s auf woodsofbirnam.com.

2019 wird ein gutes Musikjahr

Schon im Januar geht’s los mit den interessanten Veröffentlichungen. Denn dann öffnen sich Die Türen wieder! Bei denen heißt es heuer Klotzen nicht Kleckern, denn mit „Exoterik“ erscheint am 25.1. ein größenwahnsinniges 3-Fach-Album auf den Säulen von Postpunk, Krautrock und Psychedelic.

Fabian Altstötter hat mit der Band Sizarr zwei erfolgreiche Alben veröffentlicht, jetzt ist er solo unterwegs. Unter dem Künstlernamen Jungstötter veröffentlicht er am 1.2. sein Albumdebüt „Love is“. Mit nur wenigen Instrumenten spielt er darauf Songs zwischen Bad Seeds, Scott Walker und Neil Young.

Die Erfahrung des Waldes als Metapher für die Suche nach dem Sinn des Lebens – das beschreibt der Pianist Hauschka auf seinem neuen Album „A different forest“. Dafür hat er zum ersten Mal auf die Präparation seines Pianos verzichtet. Entstanden sind die Stücke natürlich auch bei Waldwanderungen. „A different forest“ erscheint am 8. Februar. Dagobert, alias der Hohepriester der gesungenen Liebe, bringt auch 2019 wieder Herzen zum Schmelzen. Auf seinem dritten Album „Welt ohne Zeit“ besinnt er sich nach eigenen Angaben auf die Quintessenz seines Schaffens: das unmittelbare Gefühl. „Welt ohne Zeit“ erscheint am 1. März.