Plattenkoffer mit Kalipo

Kalipo kompiliert

07.12.2018

In der letzten Plattenkoffer-Ausgabe dieses Jahres gibt es noch einmal ein musikalisches Highlight. Kalipo aus Berlin gewährt uns Einblick in seinen Plattenkoffer. Darin finden sich aktuelle Lieblingstracks, persönliche Evergreens und drei Stücke seines neuen, gerade erschienenen Albums "Space Bob".

Von Adriatique über  Four Tet und Télépopmusik bis zu WhoMadeWho - der Plattenkoffer von Kalipo.
Collage: detektor.fm

Von Adriatique über Four Tet und Télépopmusik bis zu WhoMadeWho - der Plattenkoffer von Kalipo.
Collage: detektor.fm

Der Plattenkoffer. Immer freitags ab 19 Uhr.


Jakob Häglsperger steckt hinter Kalipo. Unter diesem Namen dürften nicht wenige den in Berlin lebenden Musiker kennen – und zwar als Mitglied der Electro-Band Frittenbude. Zusammen mit den Bandkollegen Johannes Rögner und Martin Steer hat er der Jugend der Nuller Jahre einen ebenso befindlichkeitsnahen wie politisierten Soundtrack geschenkt, der Punk-Attitüde mit dem Dancefloor vereint.

Seit über fünf Jahren produziert Häglsperger als Kalipo aber auch solo und gerade erst hat er sein drittes Album „Space Bob“ veröffentlicht. Anders als bei Frittenbude lebt Jakob Häglsperger auf den Solopfaden seine Liebe für Ambient und Chillwave sowie für einen emotional-aufgeladenen und dezent ravigen Mix aus Techno und House aus. Mit dieser stilistischen Offenheit hat sich Kalipo einen sehr eigenen Sound geschaffen, der sowohl auf Labels wie Audiolith als auch Ki Records einen Platz findet.

Kalipo ist eindeutig ein Album-Artist, niemand, der in kurzer Zeit viele Club-EPs raushaut. Stattdessen fokussiert er sich lieber auf lange Formate, bei denen er verschiedene Stimmungen, Genres und Sounds zu einem Ganzen verweben kann. Auf „Space Bob“ gelingt ihm das erneut sehr überzeugend und einnehmend. Kalipo hat auch hier den Club immer im Blick, bedient ihn aber nie mit reiner Funktionalität. Er kontert sie mit verspielten Sound-Details und mehreren übereinander geschichteten Vocals-Samples.

Erstmals hat sich Kalipo für „Space Bob“ Gastsänger eingeladen, die seinen eh schon vorhandenen Pop-Appeal noch mehr betonen. Woher Kalipos Sound inspiriert ist, lässt sich in seinem Plattenkoffer heraushören. Daraus spielt er für uns einige seiner All-time-favorites und aktuellen Lieblingstracks vor.


Tracklist

1. Thyladomid – List in Istanbul
2. Praezisa Rapid 3000 – 314159265
3. Kalipo – Strategien gegen die Endlichkeit (feat. Nils Hoffmann)
4. Egoexpress – Aranda
5. Four Tet – She Moves She
6. Kalipo – Welcome To My Cupboard
7. WhoMadeWho – Keep On
8. Télépopmusik – Smile
9. Adriatique – Awakening Machines
10. Kalipo – Mein Glück
11. Jai Paul – Jasmine
12. The Notwist – Consequence
13. David August – True Heart