Pöbelnder Jugendlicher wird Star
Mit 16 Jahren ist Tyler, The Creator ein Jugendlicher wie viele andere auch. Er wächst in Los Angeles auf, skatet mit seinen Freunden, manchmal rappen sie aus Spaß. Was Tyler von vielen unterscheidet, ist sein Talent und sein Riecher. Denn mit 16 gründet er die Gruppe „Odd Future„, von der er später sagt, dass er damals schon wusste, dass sie mehr Talent haben als „40-jährige, die über Gucci rappen“.
Viele Leute aus dem Kollektiv werden später erfolgreich. Unter anderem Earl Sweatshirt, Frank Ocean und eben er, Tyler, The Creator. Doch auf seinem ersten Mixtape und seinem Debüt provoziert er vor allem. Er gibt sich laut, wütend, aggressiv; schmeißt mich Schimpfwörtern und Beleidigungen um sich und hat kaum Respekt für irgendwen.
Der damals etwa 20-jährige steckt in einer Identitätskrise, arbeitet die Abwesenheit eines Vaters auf und pöbelt alles an, was ihm nicht gefällt. Mit der roughen Art macht er sich viele Fans, aber stößt auch vielen Menschen vor den Kopf. Ihm wird Homophobie vorgeworfen, mit Odd Future darf er nicht nach Neuseeland einreisen, weil die Gruppe jugendgefährdend sei.
Tyler, The Creator: die sanfte Seite
Über die Jahre ändert sich aber einiges: der Sound wird weicher und Tyler auch. 2017 erscheint das Album „Flower Boy“, auf dem sich Tyler, the Creator endgültig auch dem Pop widmet. Der Musiker wirkt sympathisch, sein Humor lässt ihn in viele Herzen rücken und sein Umgang mit Sexualität wird offener: als einer von wenigen Rappen geht er offen mit seiner Bi-Sexualität um. Tyler, The Creator findet sich selbst über die Jahre. Und das kann man über seine Platten mithören.
Heraus kommt ein Musiker, der Genregrenzen aufbricht und kompromisslos macht, was er will. So auch auf seiner neuen Platte „CHROMAKOPIA“. Wie die klingt und was seinen Lebensweg noch beeinflusst, hört ihr in der heutigen Folge vom Popfilter.
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