Vorgestellt: Baby Lemonade

31.01.2013

Die Musikzimmer-Gäste haben entschieden: Baby Lemonade sind die Gewinner der Demoecke im Dezember und damit unsere Band des Monats.

Haben sich nach einem Song von Syd Barrett benannt: Baby Lemonade aus Berlin (Foto: Fabian Willi Simon)

Wenn Denny Stangneth und Christian Lehmann von Baby Lemonade auf der Bühne stehen, kann es schon mal eng werden. Und das, obwohl sie nur zu zweit sind. Aber dann kommt zu den klassischen Bandinstrumenten, Gitarre und Schlagzeug, noch etliches elektronisches Spielzeug dazu: Synthesizer, Keyboards, Computer, Spieluhren und Loopgeräte. Kein Wunder, dass ihre Konzertbesucher immer wieder überrascht sind, dass Baby Lemonade nur ein Duo ist, erzählt Gitarrist Denny.

Die Leute sind jedes Mal aufs Neue überrascht, dass wir diese große Soundwand mit zwei Leuten auf der Bühne umsetzen können. Das ist so ein großer Unterschied, dass wir zu zweit sind, aber keine rockige Bluesband sind, die klassisch Gesang, Gitarre, Schlagzeug hat, sondern durch die ganzen Samples und Atmopads einen ganz anderen Raum gestalten können auf der Bühne, als man auf Papier beim Lesen denken könnte.

Kennengelernt haben sich Denny und Christian in ihrer Heimat, dem brandenburgischen Beskow. Vor zehn Jahren haben sie mit drei anderen Leuten aus der Kleinstadt eine Alternativeband gegründet, die aber über die Zeit ihre Mitglieder verlor. Heute sind nur noch Christian und Denny übrig. Ihre Gitarren haben sie behalten, den Alternativerock aber über Bord geworfen. Ihre Songs entstehen mittlerweile zu vorprogrammierten elektronischen Playalongs: Gitarre meets Soundcomputer.

Auf einen festen Stil wollen sich die beiden Studenten aus Berlin noch nicht festlegen. Deswegen wird es auch erstmal kein Album geben.

Ein ganzes Album würde schlecht zu uns passen, da wir noch sehr auf Stilsuche sind. Wir überlegen jetzt eine dreiteilige EP zu machen. Da kann man sagen: Wir machen jetzt drei Lieder mit einem elektronischen Schwerpunkt. Dann wieder ein bisschen mehr auf die Basic-Instrumente konzentrieren und so versuchen wir aus drei EPs eine EP-Reihe zu machen, die dann leichter ineinander passt, als ein ganzes Album, dass zwangsläufig zehn Lieder haben muss.