Vorgestellt: Mehawk

26.04.2013

Die Musikzimmer-Gäste haben entschieden: Mehawk ist unsere Band des Monats.

Wollen mit ihrer Musik überzeugen, nicht mit ihren Köpfen: Mehawak aus Landau.

Ohne das Internet würde das Duo Mehawk nicht funktionieren. Teil eins der Band, Aleksei Maier, lebt und studiert in den Niederlanden. Teil zwei, mit dem Künstlernamen Surch, lebt in Karlsruhe. Dazwischen liegen knapp 500 Kilometer – zu viel, um sich mal spontan zum Proben zu treffen. Deswegen entstehen die meisten der Mehawk Stücke virtuell.

Kennengelernt haben sich Aleksei und Surch in ihrer Heimat Landau, in der Pfalz. Beide haben gemeinsame Freunde, haben sich aber erst über ihre Profile bei Soundcloud richtig entdeckt. Das war im letzten Jahr, seitdem machen die beiden zusammen Musik. Wobei „experimentieren“ wahrscheinlich das bessere Wort für ihre Arbeitsweise wäre: Einer entwirft zuhause am Computer einen Beat oder ein Sampel, schickt es dem anderen per Mail, der bastelt und ergänzt und schickt das Stück zurück. So fliegen die Fragmente dutzende Male hin und her. Bis ein Song endgültig fertig ist, kann es lange dauern.

Mehawk verzichten auf klassische Bandinstrumente. Ihre Sounds entstehen elektronisch. Sie sampeln, verfremden und mischen alles, was ihnen unter die Finger kommt. Besonders haben es Ihnen asiatische Klänge angetan. Weltmusik trifft auf Elektro – das klingt oft sphärisch oder ein bisschen der Wirklichkeit entrückt.

Gerade war Mehawk mit der Band Sizarr, auch aus Landau, auf Tour. Jetzt arbeiten die beiden aber erstmal an neuen Songs. Was mit denen passieren soll, Album oder EP, ist noch nicht ganz klar. Hauptsache live spielen, finden Aleksei und Surch.