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Eine Szene aus dem Film „The Prosecutors“: Die kongolesische Staatsanwältin Amani Kahatwa setzt sich für die Opfer von sexueller Gewalt ein. Bild: The Prosecutors | Human Rights Film Festival Berlin
Bild: The Prosecutors | Human Rights Film Festival Berlin

was wäre wenn | Human Rights Film Festival

Filme, die die Welt verändern

Können Filme echten gesellschaftlichen Wandel anstoßen? Sara Steinert hat sich auf dem Human Rights Film Festival in Berlin umgehört.

Menschenrechte als aktuelles Politikum

In Berlin haben ambitionierte Filmfachleute, Aktivisten und Aktivistinen zum zweiten Mal das internationale Human Rights Film Festival organisiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht dabei die Relevanz von Menschenrechten weltweit. In einer Zeit, in der von politischer Seite solche Rechte offen in Fragen gestellt werden und lange andauernde Konflikte auf allen Kontinenten fortdauern, ist diese Frage für die Macher und Macherinnen wieder relevant geworden.

Human Rights Film Festival: eine internationale Angelegenheit

Gezeigt wurden Filme von allen Kontinenten. Über den seit Jahrzehnten schwelenden Bürgerkrieg im Kongo zum Beispiel hat Daniel McCabe eine beeindruckende Dokumentation gedreht und die Einzelschicksale mehrerer Menschen vorgestellt.

Vom asiatischen Kontinent über Afrika, Europa bis Nord- und Lateinamrika haben wir alles dabei. Und wir haben sogar einen australischen Film. Das heißt, ich hab wirklich alle Kontinente abgedeckt. – Anna Ramskogler-Witt, Direktorin des Festivals über die Bandbreite der Filme

In den Filmen wird hervorgehoben, wie relevant Menschenrechtsverletzungen im Rest der Welt auch für das Publikum in Mitteleuropa sein können. Denn der Abbau von Rohstoffen wie Coltan oder Kobalt im Kongo sorgt nicht nur für funktionierende Smartphones bei uns, sondern auch für Bürgerkrieg und Gewalt gegen die zivile Bevölkerung vor Ort. Dies zeigt etwa der Film „This is Congo“.

Auch sexuelle Gewalt in Konflikten wird dabei thematisiert. Die Regisseurin Leslie Thomas hat für ihren Film „The Prosecutors“ ebenfalls im Kongo, aber auch in Bosnien-Herzegowina und Kolumbien Staatsanwältinnen begleitet. Diese kämpfen unter widrigsten Bedingungen für die Rechte von Vergewaltigungsopfern. Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt werden dabei viel zu oft als unvermeidlicher Kollateralschaden des Kriegs abgetan.

Viele Leute denken, dass die Täter dieser Verbrechen relativ einfach ungestraft davonkommen. Deshalb wollte ich in dem Film zeigen, dass dies nicht unbedingt der Fall sein muss. – Leslie Thomas, Regisseurin von „The Prosecutors“

Viele der Filme laufen diesen Herbst auch regulär im Kino. Andere, wie der Eröffnungsfilm „For Sama„, sind auch schon vor dem Human Rights Film Festival für ihre besondere Darstellung von Konflikt und Hoffnung aufgefallen. detektor.fm-Moderatorin Sara Steinert hat sich im Organisationsteam und bei Filmemacherinnen umgehört und gefragt: Können Filme die Welt verändern?

Redaktion: Lars Feyen

was wäre wenn | Human Rights Film Festival 38:41

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