Politiker sehen das Ende der Eurokrise

Krise vorbei – oder Wahlkampf begonnen?

Seit einiger Zeit häufen sich die guten Nachrichten aus Europa. In Portugal, in Irland und selbst beim Problemkind Griechenland: Überall scheint es bergauf zu gehen. Und das ausgerechnet vor der Europawahl. Kluge Wahlwerbung der Krisenpolitiker oder ist die Krise tatsächlich endlich vorbei?

Portugal steigt wie zuvor schon Irland und Spanien aus dem Euro-Rettungsschirm aus, Griechenland ist zurück am Kapitalmarkt und erwirtschaftet ein Plus – allerdings bevor Zinszahlungen abgezogen werden. 

„Da seh ich die größte Gefahr: da, wo wir im Augenblick sind, das ist keine Lösung, sondern wir müssen deutlich mehr tun, um die europäische Wirtschaft wirklich nachhaltig aus der Krise zu ziehen.“Marcel Fratzscher 

Und dann sinkt noch die Arbeitslosenquote in der Eurozone, wenn auch nur leicht.

Am 25. Mai ist Europawahl

Viele solcher positiver Nachrichten lassen die Vermutung zu: Es geht bergauf in Europa. Eine zweite Vermutung könnte aber sein: Die Krisenpolitiker betreiben Wahlwerbung in eigener Sache, um den aufkommenden Rechtspopulisten in Europa den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn am 25. Mai sind Europawahlen und die Skepsis den etablierten Parteien gegenüber ist europaweit groß.

Ob Europa auf dem Weg zur finanziellen Besserung ist, wollten wir vom Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Marcel Fratzscher wissen.

Redaktion