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Über die Wirtschaftsthemen der Woche sprechen wir jeden Donnerstag mit den Kollegen von der Wirtschaftswoche. Immer um 08:15 Uhr in unserere Sendung „detektor.fm Am Vormittag“
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Was wichtig wird | Medikamente nicht lieferbar

Wenn Monopole krank machen

Es ist relativ klar, wo wir Medikamente bekommen, wenn wir krank sind: in der Apotheke oder bei Ärzten. Aber seit einiger Zeit wird immer öfter über Engpässe bei der Lieferung von Medikamenten berichtet. Und das kann durchaus gefährlich werden.

Deutschlandweit hört man immer öfter von Lieferschwierigkeiten bei Medikamenten. Mal fehlt ein Impfstoff, dann ein Antibiotikum und besonders tragisch – auch manchmal Krebsmedikamente.

Fragile Lieferkette

Das liegt aber nicht an einzelnen Pharmaunternehmen, sondern ist ein branchenübergreifendes Problem. Denn bis ein Medikament komplett fertig hergestellt ist, müssen sehr viele Schritten gegangen werden. Und mittlerweile passiert es immer öfter, dass einer dieser Schritte nicht verlässlich funktioniert.

Mal ist der Auslöser eine explodierte Fabrik in China, die einen bestimmten Wirkstoff herstellt. Ein anderes Mal wird eine Apfelsorte, die die Grundlage für ein Krebsmedikament ist, unter Naturschutz gestellt.

Das grundsätzliche Problem ist aber viel größer, wie Jaqueline Goebel von der Wirtschaftswoche erklärt:

Das Problem ist, dass wir selbst bei lebensnotwendigen Medikamenten oft eine Lieferkette haben. Und irgendwo in dieser Lieferkette gibt es nur einen einzigen Hersteller, der diesen einen Wirkstoff produziert oder das Medikament herstellt. Und wenn es genau dort ein Problem gibt, bricht die ganze Lieferkette zusammen. – Jaqueline Goebel, Wirtschaftswoche

Durch dieses Monopol einiger Hersteller steigt durchaus auch der Preis. So kommt dann das Medikament, das eigentlich für Osteuropa gedacht war, nach Deutschland, da die Kassen und Patienten hier mehr zahlen.

Was machen ohne Medikament?

Manche Krankenhäuser kaufen auf Vorrat ein, um solchen Engpässen zu entgehen. Und auch zusätzliche Arbeit müssen Krankenhäuser und Apotheken leisten. Sie müssen zunehmen den Markt beobachten und sich auf ankündigende Engpässe vorbereiten. Der Zeitaufwand dafür wächst immer mehr.

Es wäre einfach schon hilfreich, wenn die Konzerne Engpässe frühzeitig anmelden, damit Behörden und Hersteller Zeit haben zu reagieren. – Jaqueline Goebel

Welche weiteren Probleme durch diese Monopolstellung einzelner Hersteller entstehen und wer eigentlich den Preis für die Medikamente festlegt, hat Jaqueline Goebel erklärt. Die Journalistin der Wirtschaftswoche hat im Interview mit detektor.fm-Moderator Gregor Schenk ausführlich über ihre Recherche zu dem Thema berichtet.


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