Das Transcontinental Race ist das wichtigste Ultracycling-Rennen. Sarah Bosslet hat 2026 die Flinta-Wertung gewonnen.
In dieser Ausgabe von „Antritt“ geht es mit Sarah Bosslet um ihren Sieg beim Transcontinental Race 2026.
Seit 2013 gibt es das Transcontinental Race. Mit wechselnden Start- und Zielorten geht es in jedem Sommer einmal quer durch Europa. Die Teilnehmenden selbst planen dabei ihre Strecke zwischen Start, Ziel, Checkpoints und Parcours, die sie verpflichtend befahren müssen. Außerdem werden von den Veranstaltenden sogenannte „Banned Roads“ benannt, also aus Sicherheitsgründen verbotene Straßen. Darum beginnt das „TCR“ für alle Teilnehmenden auch schon deutlich vor dem Start: Die Streckenplanung dauert meist Wochen und Monate, bevor es endlich losgeht.
2026 hat das Transcontinental Race von Trondheim in Norwegen nach Kalamata in Griechenland geführt und erstmals eine eigene Wertung für Flinta (Frauen, Lesben, Intersexuelle, Nicht-binäre, Trans- und Agender-Personen) ausgewiesen. Diese Wertung hat Sarah Bosslet aus Kirchzarten in 12 Tagen, 11 Stunden und einer Minute gewonnen: ein Erfolg, der für sie über den Sieg hinaus große Bedeutung hat. Denn Sarah hatte 2024 ihren Partner Mohit Kohli beim TCR kennengelernt, der ihr eine solche Platzierung schon damals voraussagte. Mohit Kohli ist im Februar 2025 auf tragische Weise in Chile gestorben, als er während einer Südamerika-Durchquerung von einem Busfahrer auf offener Straße überfahren wurde. Beim folgenden TCR haben die Veranstaltenden seiner am Start gedacht, und Sarah Bosslet ist in seinem Andenken gefahren.
Über die Bedeutung des TCR und ihren Erfolg, ihre Vorbereitung, Verpflegung und Schlafstrategie sowie die Höhen und Tiefen ihres Rennens hat Gerolf für diese Ausgabe mit Sarah Bosslet gesprochen.
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