Stadtgespräch | Olympia-Referendum in Hamburg

Hamburg will – aber wollen auch die Bürger?

Olympia oder NOlympia? Die Olympiabewerbung Hamburgs spaltet die ganze Stadt. Am 29. November sollen die Bürger nun in einem Referendum darüber abstimmen. Wie sich die Stadt entscheidet, ist kaum abzusehen.


detektor.fm sammelt – für eine neue Sendung


Die Stadt Hamburg hat die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024 längst verschickt. Doch erst 2017 wird tatsächlich der endgültige Austragungsort gewählt – und ob die Hansestadt auch dann noch auf der Bewerberliste steht, wird sich am Sonntag, den 29.11.2015 entscheiden. Dann nämlich können die Bürger Hamburgs per Referendum abstimmen, ob sie das sportliche Großereignis tatsächlich in ihrer Stadt wollen.

Das Referendum ist angenommen, wenn es mehr Ja- als Nein-Stimmen gibt und mindestens 20 Prozent der rund 1,3 Millionen Wahlberechtigten (259.883) mit Ja stimmen.

Nicht nur Hamburg stimmt ab

Auch Kiel darf abstimmen, da dort die Segelwettbewerbe stattfinden sollen. Hier liegt die Hürde etwas niedriger: Mindestens acht Prozent der stimmberechtigten müssen für die Wettkämpfe in ihrer Stadt stimmen, auch hier ist aber eine Mehrheit nötig. Wenn sich Kiel gegen die Spiele entscheidet, Hamburg aber dafür, wird ein neuer Austragungsort für die Segelwettkämpfe gesucht.

Weitere Hürden

Selbst wenn die Hamburger sich für die Olympischen Spiele entscheiden, ist noch längst nicht sicher, dass die Stadt sie auch bekommt. Schließlich sind auch die Metropolen Los Angeles, Paris, Rom und Budapest im Rennen.

Über das Referendum zur Olympiabewerbung Hamburgs und die aktuelle Stimmung in der Stadt hat detektor.fm-Moderator Konrad Spremberg mit Sven-Michael Veit, Hamburg-Redakteur der Tageszeitung taz, gesprochen.

Ein Argument der Befürworter ist, der Welt zu beweisen, dass es noch Demokratien auf diesem Globus gibt, die Olympische Sommerspiele können – und nicht nur Diktaturen oder diktaturähnliche Staaten.Sven-Michael Veit 

Redaktion: Karolin Döhne/Javan Wenz

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