Der Film „Die Aussprache“ zeigt, wie Frauen, die in einer Religionsgemeinschaft missbraucht wurden, mit der Situation umgehen.
Als acht Frauen herausfinden, dass sie seit Jahren Opfer von sexuellem Missbrauch durch die Männer in ihrer Religionsgemeinde sind, beginnt ein eindringlicher Diskurs. Nach und nach brechen die Frauen ihr Schweigen. Es geht um weibliche Selbstbestimmung, Macht und Glaubenskonflikte. Innerhalb von 24 Stunden müssen sie eine lebensverändernde Entscheidung treffen.
Der Film „Die Aussprache“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Miriam Toews. Sie selbst ist in einer Mennonitengemeinde, also einem Teil der evangelischen Freikirche, aufgewachsen, hat diese aber mit 18 Jahren verlassen, um ihren Traum vom Schreiben zu erfüllen. Ein echter Fall in einer Gemeinde in Bolivien hat ihr Buch inspiriert.
Regisseurin und Drehbuchautorin Sarah Polley kreiert in ihrem Spielfilm eine intime, aufreibende Atmosphäre und versetzt sich ganz in die Gedanken der Frauen. Die anspruchsvollen, intensiven Hauptrollen werden z. B. von Jessie Buckley („Hamnet“), Claire Foy („The Crown“) und Rooney Mara („Carol“) gespielt. Der Film wurde international als Erfolg gefeiert und 2023 mit dem Oscar für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet.
„Die Aussprache“ findet ihr seit dem 8. März in der arte-Mediathek.
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