Ein alternder Cowboy-Filmstar verlässt ein Filmset und nimmt wieder Kontakt zu seiner Mutter auf, die er seit dreißig Jahren nicht mehr gesehen hat. Nur um zu erfahren, dass er ein Kind hat, von dem er nichts wusste.
In „Don’t come knocking“ aus dem Jahr 2005 von Wim Wenders spielt Sam Shepard den alternden Westernstar Howard Spence. Der verlässt während laufender Dreharbeiten auf seinem Filmpferd unabgesprochen den Drehort. Er tauscht sein Kostüm gegen herkömmliche Kleidung und verschenkt sein Pferd. Dann reist er nach dreißig Jahren das erste Mal zu seiner Mutter nach Nevada. Anschließend macht sich Howard auf den Weg nach Montana in ein kleines Bergwerksstädtchen, das seine glanzvollen Tage längst hinter sich hat. Dort trifft er seine Ex-Geliebte, die hübsche, resolute Kellnerin Doreen und Sohn Earl, der sich als Sänger einer Countryrock-Band versucht.
Ähnlich wie bei „Paris, Texas“ handelt „Don’t come knocking“ von einem aus der Bahn geworfenen Mann, der sich zur Pilgerfahrt nach dem versäumten Leben als Familienvater aufmacht. Ähnlich sind auch die Aufnahmen von weiten Landschaften und verlassenen Straßenzügen, die von Wenders’ Lieblingsmaler Edward Hopper inspiriert sind. Aber „Don’t come knocking“ ist viel weniger sentimental, eher komisch, was vor allem an der Hauptfigur Howard Spence liegt. T Bone Burnett liefert die passende Musik zu den Bildern. „Don’t come knocking“ könnt ihr in der Arte-Mediathek anschauen.
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