Zurück zum Thema | Alternsforschung

Warum altern wir?

Die Frage nach dem ewigen Leben treibt Menschen seit Jahrtausenden um. Doch die Biologie liefert eine ernüchternde Antwort: Leben ist endlich. Der Alternsforscher Björn Schumacher erklärt, warum das Altern im Grunde schon im Leben angelegt ist.

Tiere sind uns voraus

Das älteste bekannte Tier der Welt ist ein Riesenschwamm in der Antarktis, der mehr als 10.000 Jahre alt sein soll. Auch Grönlandhaie können bis zu 500 Jahre alt werden. Bislang ist auf dieser Erde aber kein Lebewesen bekannt, das vom Altern verschont bleibt. Den Menschen trifft es im Vergleich zum Riesenschwamm auch noch deutlich früher: Die Alternsforschung schätzt die maximale Lebensdauer des Menschen auf etwa 120 Jahre. Aber warum? 

Reparatur und Regeneration

Björn Schumacher ist Leiter des Instituts für Genomstabilität in Alterung und Erkrankung an der Universität zu Köln und einer der profiliertesten Alternsforscher. Er sagt, dass das Altern im Grunde schon im Leben angelegt ist: Durch einen chemischen Prozess zerfallen Makromoleküle, die DNA verliert spontan ihre Basen. Leben ist somit nur durch ständige Reparatur und Regeneration möglich.

Evolutionsbiologisch wird der Körper so lange erhalten, wie es dauert, die nächste stabile Generation in die Welt zu setzen, weshalb zum Beispiel Schildkröten länger leben als Fadenwürmer. Das heißt: Alle Lebewesen altern, auch der Mensch — bloß je nach Spezies unterschiedlich schnell.

In Zurück zum Thema erfahrt ihr heute, warum es der Alternsforschung nicht unbedingt um ein immer längeres Leben geht.