Stellt euch vor, ihr hättet kaum Freizeit, würdet wenig schlafen, euch erschöpft und überlastet fühlen, wärt häufig krank. Was nach einem angehenden Burnout klingt, kennen vor allem Mütter. Aber: Muss das so sein? Inwiefern ist das Leben, das Mütter heutzutage in Deutschland führen, eigentlich nicht privat, sondern politisch?
Für Eltern kleiner Kinder sind Schlafmangel, Krankheit und Überlastung Alltag. Insbesondere für Mütter. Zwar stellen sich viele Paare eine paritätische Aufteilung von Elternschaft vor, in der Realität scheitert das Ideal aber häufig an gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Der Gender-Pay-Gap führt beispielsweise dazu, dass Väter häufig weniger Elternzeit nehmen, als sie eigentlich möchten oder sollten.
Mütter übernehmen immer noch mehr Care-Arbeit als Väter. Sie verdienen weniger, arbeiten mehr in Teilzeit und sind eher von Altersarmut betroffen. Journalistin und Buchautorin Mareice Kaiser sagt: Mütter leben in Strukturen, die bestimmen, was möglich ist und was nicht.
In Zurück zum Thema erklärt sie, wie Mutterschaft sie radikalisiert hat und warum politische Entscheidungen immer im Hinblick auf alleinerziehende Mütter getroffen werden sollten.