HeARTattack heißt ein neuer Kunstraum in Magdeburg — mit mietfreien Ateliers für Malerei, Fotografie und Mode. Besuch bei einem Mann, dem Kunst am Herzen liegt.
Toralf Krüger ist eigentlich Unternehmer und nicht im Kulturbereich tätig. Das ändert sich vor einigen Jahren. Zur Kunst kommt der Magdeburger Immobilienmann über eine persönliche Krise. Er lernt die heilende und verbindende Kraft von Kunst kennen und beschließt: Das will ich auch anderen ermöglichen.
Krüger verkauft Firmenanteile und richtet in den Räumen einer ehemaligen Herzpraxis in Magdeburg Stadtfeld Ateliers ein. Die stellt er Künstlerinnen und Künstlern aus Magdeburg zur Verfügung — finanziert aus eigener Tasche, ganz ohne Gegenleistung.
HeARTattack, wie das Projekt in Anlehnung an den Standort in der ehemaligen Herzpraxis heißt, ist noch jung. Erst neun Monate kennen sich die beteiligten Künstlerinnen und Künstler. Klar ist: Der interdisziplinäre Austausch und die freie kreative Entfaltung sollen im Vordergrund stehen, nicht der finanzielle Aspekt. Für Tim Kamieth, der 20 Jahre lang in Berlin Kunst gemacht hat, ist gerade das etwas Besonderes. Denn während er in Berlin vom Druck der Mieten und des Marktes getrieben war, ist hier echter Freiraum für Kunst und Künstler, sagt er.
Ich müsste eigentlich erst mal weinen gehen vor Glück, dass mir das Leben so jemanden in den Weg stellt wie Toralf.
Tim Kamieth, Künstler in Magdeburg
Derzeit arbeiten Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Fotografie, Modedesign und Malerei in den Räumlichkeiten. Langfristig soll sich HeARTattack zu einer Plattform entwickeln, die feste Arbeitsplätze mit wechselnden Ausstellungen, Workshops, offenen Ateliers und kulturellen Events verbindet. So schreibt es Toralf Krüger auf seiner Website.
Wie das gelingt? Katja hat das Projekt für den Podcast besucht und sich die Ateliers angeschaut. Warum Toralf Krüger das Projekt geschaffen hat, wie es sich entwickelt und ob Magdeburg eigentlich eine gute Stadt für Kunst ist, darum geht es in der neuen Folge DAZWISCHEN.
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