brand eins Podcast | Paul Bethke

Supporter zu Teilhabern machen: Die Lemonaid AG

Der Limonadenhersteller Lemonaid wird eine Aktiengesellschaft. Welche Vorteile hat das? Und wie passt das mit der Gemeinwohlorientierung zusammen? Mitgründer und Vorstand Paul Bethke im Gespräch.

Lemonaid peilt eine Milliarde Jahresumsatz an

Lemonaid will weiter wachsen und hat ambitionierte Ziele. Der gemeinwohlorientierte Limonadenhersteller hat sich dafür gerade von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, allerdings ohne an die Börse zu gehen. Stattdessen sollen Unterstützerinnen und Unterstützer über eine Crowd-Plattform Aktien erwerben können — eine Million Aktien will das Unternehmen offenbar verkaufen. Lemonaid behält sich vor, Käufe zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen.

Ich möchte als erstes Social Business in diesen Bereich vorstoßen.

Paul Bethke

Foto: Lea Aring

So begründet Paul Bethke, Mitgründer und Vorstand von Lemonaid, diesen ungewöhnlichen Schritt. Langfristiges Ziel: eine Milliarde Euro Jahresumsatz ab 2036. Das sei möglich, sagt Bethke im Podcast. Derzeit verkauft das Unternehmen rund 36 Millionen Flaschen Limonade und Matetee pro Jahr.

2028: Einstieg in den US-Markt

Gegründet wurde Lemonaid 2009. Heute ist das Unternehmen nach eigenen Angaben in 30 Ländern vertreten, von Tokio bis London. Die Produkte stehen in rund 35.000 Geschäften. Im Schnitt sei Lemonaid seit der Gründung jährlich um 38 Prozent gewachsen, erklärt Paul Bethke. Der nächste große Schritt soll 2028 folgen: Dann will Lemonaid in den US-Markt einsteigen. Dort möchte das Unternehmen langfristig mit Marken wie Red Bull und Coca-Cola konkurrieren und zugleich zeigen, dass Wachstum, Impact und Mitbestimmung kein Widerspruch sein müssen.

Wir wollen in dieser Liga mitspielen. Natürlich ist das ein weiter Weg. Ich bin mir des leichten Größenwahns bewusst.

Paul Bethke

In dieser neuen Folge des „brand eins Podcasts“ spricht Paul Bethke mit detektor.fm-Moderator Christian Bollert über den ungewöhnlichen Schritt, eine gemeinwohlorientierte GmbH in eine AG umzuwandeln, und erläutert, welche Vorteile das für das Unternehmen, die Mitarbeitenden und die Unterstützerinnen und Unterstützer bieten kann.

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