Archimedes gilt als eines der größten Genies der Menschheit. Seine über 2000 Jahre alte Entdeckung prägt bis heute die Wissenschaft.
Archimedes war nicht nur vielfältig interessiert, sondern auch ziemlich interessant: Er war einer der bedeutendsten Mathematiker der Antike, war darüber hinaus aber auch wegweisend in der Physik und als Ingenieur.
Am bekanntesten dürfte er wohl für das archimedische Prinzip in der Physik sein. Und die Geschichte geht so: Archimedes soll überprüfen, ob die Krone des Königs Hieron II. auch wirklich aus reinem Gold ist oder ob der Schmied eventuell betrogen hat. Lange überlegt Archimedes, wie er das wohl machen soll, ohne die Krone zu beschädigen. Als er für ein entspannendes Bad in die Wanne steigt und das Wasser überläuft, hat er eine Idee: „Heureka!“, ruft er. Das ist Latein und bedeutet so viel wie: „Ich habe es gefunden.“
Gold hat eine größere Dichte als Silber. Das bedeutet: Dieselbe Masse Gold benötigt weniger Platz als dieselbe Masse Silber. Hat der Goldschmied einen Teil des Goldes durch die gleiche Masse Silber ersetzt, besitzt die Krone insgesamt ein größeres Volumen.
Manon Bischoff
Seine Idee: Wenn die Krone aus reinem Gold ist, müsste sie genauso viel Wasser verdrängen, wie ein reiner Goldklumpen von gleichem Gewicht. Bis heute ist die Geschichte eine der beliebtesten Wissenschaftsanekdoten. Ob sie auch so stattgefunden hat? Das bleibt Spekulation.
Auch sonst ranken sich zahlreiche Mythen und Spekulationen um das Leben von Archimedes. Die Quellenlage aus dem dritten Jahrhundert vor Christus ist dünn. Als eine der wesentlichen Quellen über Archimedes’ Leben gelten die Schriften von Plutarch. Doch auch sie sind mit Vorsicht zu betrachten.
Schon Plutarch liefert nicht nur eine, sondern gleich drei unterschiedliche Versionen des Todes von Archimedes.
Demian Nahuel Goos
Welche Rolle Archimedes für die Mathematik auch heute noch spielt, wie eng er mit der Geschichte seiner Heimatstadt Syrakus verbunden ist und welche Mythen es noch um das Genie aus der Antike gibt, bespricht detektor.fm-Redakteurin Rabea Schloz mit Manon Bischoff und Demian Nahuel Goos von Spektrum der Wissenschaft.