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Wie gelingt Nachfolge? Südtirol Special

(sponsored) Wie funktioniert eine gute Nachfolge? Diese Frage ist nicht nur für Betriebe wichtig. Sie ist existenziell für unsere Wirtschaft.

Mehr als 60 Prozent aller Betriebe in der EU sind Familienunternehmen. Das sind rund die Hälfte aller privaten Arbeitsplätze. Jedes Jahr müssen etwa 480.000 dieser Betriebe einen Führungswechsel schaffen. Der läuft selten so glatt wie bei einer Thronfolge. Es wird um neue Ideen und alte Werte gerungen, die Generationen prallen aufeinander und oft entsteht ein Tauziehen. Darunter leidet der Betrieb.

Unternehmensnachfolge in Südtirol — drei Beispiele

In Südtirol spitzt sich dieses Problem noch einmal zu: Es gibt über 60.000 Betriebe. Das sind vorwiegend Klein- und Kleinstbetriebe, oft mit nur zwei, drei Personen. Viele dieser Betriebe existieren gerade in der ersten Generation und müssen nun erstmals eine Nachfolge regeln. Ohne jede Erfahrung. Wenn das nicht gelingt, wird es zu einer Gefahr für die gesamte Region.

Was braucht es also für eine erfolgreiche Nachfolge? Dieser Frage gehen wir in dieser Episode nach und besuchen Lena Franz, Tochter des Firmengründers Joseph Franz. Vor rund 40 Jahren gründete er die Firma „Team Dr Joseph“, die Naturkosmetik herstellt und einen Jahresumsatz von 17 Millionen Euro macht. Nun zieht sich der Gründer Schritt für Schritt zurück und Lena und ihre beiden Brüder übernehmen. Konfliktfrei geht das nicht. Geplant war es auch nicht. Und trotzdem — oder gerade deswegen — gelingt es.

Ruth Oberrauch ist seit dem 1. Juni Präsidentin der Oberalp-Gruppe in Bozen mit 1200 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von 300 Millionen Euro. Sie ist bereits die siebte Generation in der Unternehmerfamilie. Klare Rollen- und Aufgabenverteilungen haben ihr geholfen, im Unternehmen Fuß zu fassen und sich von ihrem Vater, Heiner Oberrauch, abzugrenzen. Um Rat fragen wird sie ihn zukünftig trotzdem. „Er hat eine unglaubliche Intuition. Und es ist ein großer Schatz, diese auch nutzen zu dürfen.“

Klare Entscheidungsstrukturen fordert auch Erwin Hinteregger, Geschäftsführer der IDM Südtirol, einer Gesellschaft für Wirtschaftsentwicklung in der Region. Viele Betriebe in Südtirol haben sich erst in den letzten zwanzig, dreißig Jahren entwickelt. Die Nachfolge von der ersten zur zweiten Generation ist praktisch Neuland für die Region. Es gibt noch zu wenig Vorbilder. Hinteregger, der als Manager für zahlreiche Firmen im Ausland gearbeitet hat, versucht, die Betriebe für das Thema zu sensibilisieren und Best-Practice-Beispiele zu geben. Sein Tipp: schon zehn Jahre vorher mit der Nachfolge beginnen. Nicht erst, wenn man in Rente geht.

Reisetipp: brand eins Innovationstour, 17. bis 20. September. brand eins CEO Holger Volland besucht mit Ihnen interessante Firmen wie die Oberalp-Gruppe. Infos unter: b1.de/Suedtirol_Reise

Das ist eine gesponserte Episode. Sie ist entstanden im Auftrag von IDM Südtirol. Durch die Folge führt Frank Dahlmann von brand eins.

Umsetzung: Frank Dahlmann/brand eins