Cahoots: Journalisten und ihre Mitgliedschaften

Satire-Sendung führt zu Browser-Add-on

26.09.2014

Die Browsererweiterung "Cahoots" soll Online-Lesern dabei helfen, Verbindungen von Journalisten zu Lobbyverbänden aufzuzeigen. Doch neben dem Jubel über Transparenz gibt es auch weniger begeisterte Stimmen.

Stellen Sie sich vor, sie surfen im Internet und lesen einen Zeitungs-Artikel. Darin steht: “Die Kohleenergie ist die einzige vernünftige Energiequelle – es ist die Energiequelle der Zukunft.” Sie wundern sich, googeln den Namen des Autoren und finden heraus: Er hält Vorträge für einen großen Energiekonzern. Ein überspitztes Beispiel vielleicht, aber durchaus möglich.

Cahoots: Browser-Add-on für mehr Transparenz

Um solche Recherchen überflüssig zu machen, haben zwei Studenten nun eine Erweiterung für Internetbrowser entwickelt. „Cahoots“ heißt das Add-on und soll Verbindungen von Journalisten, die Online-Artikel veröffentlichen, zu Lobbygruppen oder Interessenverbänden anzeigen.

Wenn ein Journalist ein Problem damit hat, dass eine Information über ihn verfügbar ist, dann sollte er sich eher an die Organisation wenden, die ihn in irgendwelchen Mitgliederlisten führt.

Verantwortlich für das Projekt „Cahoots“ sind Jonas Bergmeier und Alexander Barnickel. Wir haben mit den beiden über ihr Projekt gesprochen.

Jonas Bergmeier und Alexander BarnickelEntwickler des Add-ons "Cahoots"