Concertus interruptus: Wenn Handy-Geklingel Konzerte stört

13.01.2012

Aufruhr unter Klassik-Fans: Der Dirigent der New Yorker Philharmoniker hat ein Konzert wegen nervigem Handyklingeln unterbrochen. Droht ein Verfall der Sitten durch Mobiltelefone im Konzertsaal?

Ungetrübter Musikgenuss: Nicht nur das Publikum, auch die Musiker werden durch lautes Handyklingeln gestört. Foto: © Matthias Creutziger/dapd

Ein Saal voller Menschen, die New Yorker Philharmoniker spielen Mahlers neunte Symphonie und dann das:

Chef-Dirigent Alan Gilbert brach daraufhin die Aufführung ab, bis der Zuschauer in der ersten Reihe sein Telefon endlich zum Schweigen gebracht hatte. Der hat sich inzwischen immerhin bei Orchester, Dirigenten und dem Publikum entschuldigt, schreibt die New York Times.

Orchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle DresdenJan NestOrchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle Dresden
 

Heutzutage hat man Handys oder Smartphone immer und überall dabei: Das Dauergebimmel kann aber gerade im Theater oder bei Konzerten ziemlich lästig sein.

Wie die Bühnen und Opernhäuser damit umgehen, ob man Zuschauer wegen ihres Handys aus dem Saal werfen darf und wie ein Dirigent am besten auf das Geklingel reagiert – das haben wir Jan Nast gefragt.

Er ist Orchester-Direktor der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Concertus Interruptus: Wenn Handy-Geklingel Konzerte stört

Es gibt ein anderes Phänomen: die Hörgeräte, die auch manchmal etwas störend sein können. Durch die Rückkopplung gibt es einen sehr unangenehmen hohen Ton. – Jan Nest

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