Digitale Demenz – Hirnforscher kritisiert soziale Netzwerke und digitales Lernen

30.07.2012

Zulange vorm Bildschirm hocken, schadet dem Gehirn und wir lernen dabei nicht genug. Das behauptet Manfred Spitzer in seinem Buch "Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen." Wir fragen ihn nach seinen Argumenten.

Hirnforscher, Leiter der Psychiatrischen Uniklinik in Ulm und Kritiker digitaler Medien in der Schule.Manfred SpitzerHirnforscher, Leiter der Psychiatrischen Uniklinik in Ulm und Kritiker digitaler Medien in der Schule. 

Eine moderne Schule kommt ohne digitale Tafel und Tablet-Computer nicht mehr aus. So ist zumindest die landläufige Meinung. “E-Learning” wird überall gefordert und schon kleine Kinder sollen kompetente Mediennutzer werden. Der Leiter der Psychatrischen Universitätsklinik in Ulm Manfred Spitzer, ist da ganz anderer Meinung.

In mehreren Studien haben Wissenschaftler laut Spitzer herausgefunden, dass digitale Medien dumm machen. Denn Computer, Smartphones und Navigationssysteme nehmen dem Gehirn Arbeit ab. Nach Spitzer fallen dadurch selbstständige Denkprozesse weg und das Gehirn wird unterfordert. Spitzer empfiehlt daher, dass Kinder und Jugendliche so spät wie möglich Medien nutzen.

Doch ist das Panikmache? Wir haben mit Manfred Spitzer über das Gefahrenpotenzial digitaler Medien und seine Einschätzung gesprochen.

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