Kino: die Wiedergeburt eines Klassikers – Metropolis kommt erneut auf die Leinwand

12.05.2011

Der Film ist ein einziger Superlativ: Fritz Langs "Metropolis" von 1927 ist monumental und begründet ein ganzes Genre. Nun kommt er in einer neuen, noch längeren Fassung ins Kino.

Szene aus “Metropolis”. / © 2011 Warner Bros. Entertainment Inc.

1927 war “Metropolis” schlicht eine Katastrophe: Fritz Lang hatte mit den Arbeiten an dem Projekt Unmengen Geld verbrannt – und dann fiel der Stummfilm bei den Kritikern auch noch kolossal durch. Metropolis wurde ein finanzielles Desaster. Eine gekürzte Fassung sollte wenigstens etwas Geld in die Kassen zu spielen. Doch ein Viertel des Originalmaterials wurde im Rahmen dieser Neubearbeitung vernichtet – eine filmhistorische Katastrophe.

Kino-Expertin bei detektor.fmAnna WollnerKino-Expertin bei detektor.fm 

Seit 1961 hat man stetig versucht, den Film zu rekonstruieren. Doch als “Metropolis” 40 Jahre später als erster Film überhaupt ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde, füllten noch immer Standbilder und eingeblendete Kommentare einige der Lücken. 2008 aber dann die Sensation: in einem kleinen Archiv in Argentinien fand man eine Positivkopie des Originals – und konnte das Werk so vollständig restaurieren. Sogar einige gänzlich unbekannte Szenen kamen nun zum Vorschein.

Jetzt kehrt die expressionistische Antiutopie einer Großstadt in Originallänge ins Kino zurück. Wie das möglich ist, ob man die Unterschiede merkt und warum das gesamte Science-Fiction-Genre hiervon geprägt wurde, erklärt detektor.fm-Kinoexpertin Anna Wollner in dieser Woche.

Der Trailer zu “Metropolis” in der neuen Fassung

Marcus Engert

ist bei detektor.fm verantwortlich für Programm und Redaktion, unterrichtet im Master-Programm "Online Radio" der MLU und hat vor detektor.fm u.a. für die Nachrichtenagentur dapd, den BBC World Service und verschiedene ARD-Anstalten gearbeitet. Kann sich bei Kennenlern-Fragen, wenn es denn unbedingt sein muss, für Kaffee und gegen Tee, für Meer und gegen Berge, für Bier und gegen Wein entscheiden, aber niemals zwischen Hunden und Katzen.

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