Kolumne der Woche: heute Bund der Vertriebenen und Erika Steinbach

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Der Streit der schwarz-gelben Koalition über Erika Steinbach und ihre Angebote hat in dieser Woche das politische Berlin beschäftigt und auch unseren Kolumnisten.


Kolumne der Woche: heute Bund der Vertriebenen und Erika Steinbach Erika Steinbach im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Foto: Martin Oeser/ ddp.

In unserer Kolumne beleuchten wir jede Woche ein aktuelles Thema und dieses wird uns wohl noch eine ganze Weile immer wieder begegnen: Es geht darum, dass in Berlin ein Museum stehen soll, das an Vertreibungen in ganz Europa erinnert. Vor allem aber soll an die deutschen Heimatvertriebenen am Ende des 2. Weltkriegs erinnert werden. Schließlich stammt die Idee vom Bund der Vertriebenen. Einem Verband, den unser Kolumnist Jan Kröger nur zu gern verstehen würde.

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Jan Kröger schreibt wöchentlich die Kolumne für detektor.fm und ist Geschäftsführer der Leipziger 2-Wochenzeitung "weiter".


Es wurden bereits 2 Kommentare zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. Martin Gädeke

    Martin Gädeke am

    Sehr schön, danke! Wenn wir jetzt noch erfahren, wieviel Mitglieder der Laden wirklich hat - vielleicht aufgeschlüsselt nach Betroffenheitsgrad - dann ist gut. Mein Vater jedenfalls, selber Flüchtlingskind aus Königsberg, kennt keine Sau aus dem Verein und will auch nichts damit zu tun haben. Stattdessen bereist er Polen und ist begeistert. Auch ‘ne Methode, denkt mal drüber nach.
    Martin

  2. Marcus Engert

    Marcus Engert am

    Lieber Herr Gädeke,

    Ihre Fragen lassen sich so leicht nicht beantworten, da der BdV keine offiziellen Zahlen veröffentlicht. Ich nehme daher an, mit folgenden gefundenen Punkten erzählen wir Ihnen nichts neues:

    Der BdV
    * gliedert sich einmal in 20 Landsmannschaften (=Herkunftsgebiete der Vertriebenen) und in 16 Landesverbände (=Bundesländer)
    * vertritt den Anspruch, “der einzige repräsentative Verband der rund 15 Millionen Deutschen, die infolge Flucht, Vertreibung und Aussiedlung in der Bundesrepublik Deutschland Aufnahme gefunden haben und noch finden” zu sein (BdV)


    Zu den Mitgliederzahlen:

    *Der BdV selbst spricht von ca. 2 Millionen Mitgliedern: “In den einzelnen Verbänden des Bundes sind nach eigenen Angaben rund zwei Millionen Mitglieder in 6.000 regionalen Gliederungen und über 1.000 Heimatkreisvereinigungen bzw. Heimatortsgemeinschaften organisiert.”

    * Die bundesweite Nachrichtenagentur ddp recherchicherte Anfang 2010 eine Zahl von ca. 550.000 Mitgliedern
    (—> http://de.euronews.net/agenturmeldungen/117095-mitgliederschwund-beim-bund-der-vertriebenen/ )

    * Der Deutschlandfunk bezieht sich auf interne Aufstellungen, wonach diese Zahl auf 100.000 zu verringern sei: “Der Verdacht liegt nahe, dass der BdV den Eindruck aufrecht erhalten will, er repräsentiere nach wie vor Millionen von Vertriebenen. Tatsächlich aber belegen interne Aufstellungen, dass nur noch gut 100.000 Personen Beiträge an den BdV entrichten.”
    (—> http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1099348/ )


    Statistiken zeigen, dass schon 1965 nur knapp ein Prozent der Vertriebenen Mitglied einer Landsmannschaft des BdV waren, und es gibt gute Gründe anzunehmen, dass dieser Anteil sich massiv verringert hat. Es sind leider nicht mehr viele Angehörige der “Erlebnisgeneration” unter uns, die diesen trockenen Zahlen vielleicht echte, erlebte Geschichte beifügen können…

    Herzliche Grüße!
    Marcus Engert

 

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