Blutige Proteste in Ägypten – warum das Land für den Westen so wichtig ist

27.01.2011

In Ägypten gehen seit Tagen tausende Menschen protestierend auf die Straße. Über Ursachen, mögliche Folgen und die strategisch wichtige Position des Landes für den Westen sprechen wir mit einem Experten.

Ägyptens Staatspräsident Hosni Mubarak bei einem Besuch im Kanzleramt - doch die Mine der Kanzlerin täuscht: der Westen muss sich im Umgang mit Ägypten und seinem Präsidenten in Zurückhaltung üben. / © Berthold Stadler (ddp)

ist Blogger und Autor von »zenith - der Zeitschrift für den Orient«.Christoph Sydow ist Blogger und Autor von »zenith - der Zeitschrift für den Orient«. 

Woran denken Sie, wenn Sie Ägypten hören? 5000 Jahre Hochkultur, Pyramiden, Cleopatra und Rotes Meer? Mit Sicherheit nicht an  Armut, Islamismus oder Folter. Und das obwohl in Ägypten seit 1981 offiziell der Ausnahmezustand gilt. Das heißt: Demonstrationen werden unterdrückt und Menschen ohne Verfahren angeklagt und gefoltert. Dazu kommen schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Probleme und die fordern nun ihren Tribut. Seit mehreren Tagen gehen in der Ägypten hunderte Menschen gegen das autoritäre System auf die Straße und müssen dabei um ihr Leben fürchten. Über die Hintergründe der Demonstrationen, mögliche Zusammenhänge mit den Unruhen in Tunesien und warum sich der Westen nicht zu sehr einmischen kann sprechen wir mit Christoph Sydow von der Zeitschrift »zenith«.

Marcus Engert

ist bei detektor.fm verantwortlich für Programm und Redaktion, unterrichtet im Master-Programm "Online Radio" der MLU und hat vor detektor.fm u.a. für die Nachrichtenagentur dapd, den BBC World Service und verschiedene ARD-Anstalten gearbeitet. Kann sich bei Kennenlern-Fragen, wenn es denn unbedingt sein muss, für Kaffee und gegen Tee, für Meer und gegen Berge, für Bier und gegen Wein entscheiden, aber niemals zwischen Hunden und Katzen.

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