Nichtwähler in Deutschland: “Desinteressiert ja, ungebildet nein”

31.08.2012

Der Anteil von Nichtwählern in der deutschen Gesellschaft wächst. Eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung nimmt nun die Gruppe der Nichtwähler und ihre Motive genauer unter die Lupe - und zeigt: sie sind mitnichten immer ungebildet.

Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2009 war die niedrigste aller Zeiten. Foto: © Volker Hartmann/dapd

Teamleiterin der empirischen Sozialforschung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung.Dr. Viola NeuTeamleiterin der empirischen Sozialforschung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung. 

Sie sind viele und sie werden mehr: Nichtwähler. Ihr Anteil an der deutschen Gesellschaft wächst. Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2009 war mit 70,8% die niedrigste in der Geschichte der Bundesrepublik.

Hartnäckig hält sich das Vorurteil, Nichtwähler seien politisch desinteressiert sind und würden deshalb nicht zur Wahlurne gehen. Doch gibt es den typischen Nichtwähler überhaupt?

Eine neu erschienene Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung betrachtet die Motive der Nichtwähler genauer und gibt Aufschluss darüber, ob es den Nichtwähler gibt. Über die Ergebnisse sprechen wir mit der Autorin der Studie Viola Neu.