Gesund Leben | Die Welt-Aids-Konferenz beginnt

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Die Welt-Aids-Konferenz der Vereinten Nationen in Washington D.C. hat begonnen. Ein Schwerpunkt: die Finanzierung von Aids-Behandlungen - und Truvada: ein Medikament, das vorbeugend vor Aids schützen soll.


Gesund Leben | Die Welt-Aids-Konferenz beginnt Condomize! Diese Aufforderung gilt nach wie vor beim Thema HIV. / Foto: © IAS/Ryan Rayburn

Dr. Ulrich Heide Dr. Ulrich HeideGeschäftsführender Vorstand der «Deutschen Aids-Stiftung» "Turning the Tide together" - „Gemeinsam das Blatt wenden.“ Unter diesem Motto hat die Welt-Aids-Konferenz der Vereinten Nationen begonnen.

Rund 25.000 Menschen sind dafür nach Washington D.C. gereist, erstmals sind darunter auch HIV-Infizierte. Jahrelang hatten die USA HIV-Infizierten die Einreise verweigert.

Ehrgeizige Ziele

Die UN zeigt sich indes ehrgeizig: Bis 2015 soll die Zahl der HIV-Neuinfektionen halbiert, 15 Millionen Infizierte sollen behandelt und keine Babys mehr mit HIV geboren werden.

Dabei strahlen die Eröffnungsredner Zuversicht aus. Ein Grund dafür sind die fortschreitenden Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung: Mithilfe neuer Medikamente kann die Viruslast von Infizierten gesenkt werden. So ist die Gefahr einer Ansteckung deutlich geringer.

Neue Medikamente: Wunderwaffe Truvada? Leider nein!

Erst vor wenigen Wochen hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA das Medikament Truvada zugelassen. Es soll vorbeugend eingenommen werden und so eine Ansteckung verhindern.

Sind die Ziele der Vereinten Nationen realistisch? Welche Rolle spielen dabei die neuen Medikamente? Und warum stellt die Eurokrise möglicherweise eine Gefahr bei der Aids-Bekämpfung dar? Der Geschäftsführer der Deutschen Aids-Stiftung Ulrich Heide sieht Truvada und Co. kritisch.

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Es wurde bereits 1 Kommentar zu diesem Artikel geschrieben. Diskutieren Sie mit.
  1. alivenkickn

    alivenkickn am

    Tatsache ist auch, dass die Sicherheit (den TÜV Bedingungen entsprechend) vieler Kraftfahrzeuge bei diesem Prozent-Satz liegen dürfte. Abgefahrene Reifen, defekte Stoßdämpfer, mangelhafte Bremsen etc - All das ist nicht gerade ein Zeichen von verantwortungsbewußtem Verhalten. Insofern ist die sogenannte Wirksamkeit = Sicherheit? (Mitnichten ist das Sicherheit) von 44% - 75 % in nachgewiesenen Studien zu Truvada als PreP ein Witz zumal man ja dennoch = trotz Truvada PreP ein Kondom verwenden soll. Umgangssprachlich ausgedrückt: Völliger Schwachsinn.

    Daher steht die Frage im Raum: Cui bono? Dem Hersteller . . . Wem sonst. Und in der Folge den Ausgaben im Gesundheitsbereich. Dieses Scenario ist einfach vorhanden. Wer bezahlt wenn die Schlüsselgruppen - ehemals Risikiogruppen - der Einzelne keine PreP genommen hat und es sich herausstellt das er/sie HIV+ ist? Nicht die Solidargemeinschaft. Insbesondere unter dem Modus von Krisen wie wir sie zur Zeit haben.

    Kondome schützen zu 95%. Der Rest ist schlicht und einfach Lebens-Restrisiko. So wie bei allem im Leben. Es gibt keine 100% Sicherheit im Leben. Auch wenn uns das Herr Kaiser immer wieder verkaufen will . . . .

 

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