Green Radio | Umweltbundesamt-Präsident Jochen Flasbarth zur Energiewende

28.06.2012

Kanzlerin Merkel hat bald Ökostrom. In ihrem Videopodcast hat sie den Wechsel für das Bundeskanzleramt angekündigt. Doch Umweltschützer sind damit unzufrieden. Die Kritik daran ist nur ein Puzzleteil in der Debatte um die Energiewende.

Die Bundesländer setzen im Zuge der Energiewende besonders auf Windkraft. Foto: © Sascha Schuermann/ dapd

Eine Kooperation mit dem Umweltbundesamt 

Der Ökostrom der Bundeskanzlerin soll von Vattenfall kommen. Umweltschützer kritisieren, der Konzern würde Strom aus älteren Wasserkraftwerken als Ökostrom verkaufen. Zum Ausbau von erneuerbaren Energien würde der Konzern jedoch nur wenig beitragen. Die Kritik zeigt einmal mehr die Komplexität der Energiewende.

Mittlerweile ist etwas mehr als ein Jahr seit dem offiziellen Ausstieg aus der Atomkraft vergangen. 2022 soll das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz gehen. Bis 2020 soll bereits mehr als ein Drittel des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen, bis 2050 sollen es dann sogar 80 Prozent werden. Am Verlauf der Energiewende gibt es viel Kritik: Der Zeitplan sei zu ambitioniert. Die Zweifel, ob die erneuerbaren Energien ausreichen sind groß. Außerdem sind neue Stromnetze gefordert, doch die Netzbetreiber können sich nicht einigen. Jetzt drohen die Bundesländer mit Verstaatlichung.

Präsident des UmweltbundesamtesJochen FlasbarthPräsident des Umweltbundesamtes 

Lange haben die Bundesregierung und die Opposition über Kürzungen für Solarstromförderung gestritten. Jetzt haben Bundesrat und Bundestag den Kürzungen zugestimmt.

Was das für die Energiewende bedeutet und wie sie verläuft. hat Jochen Flasbarth bei detektor.fm im Interview eingeschätzt. Der Präsident des Umweltbundesamtes glaubt die Energiewende auf einem guten Weg.

Green Radio- Der Präsident des Umweltbundesamtes über die Energiewende

Wir haben jetzt schon über 20 Prozent erneuerbaren Strom im Netz. Wenn man das vor zehn, fünfzehn Jahren gesagt hätte, wäre man für verrückt erklärt worden – also ein bisschen mehr Zuversicht schadet nicht.

+++Green Radio: Umwelt und Nachhaltigkeit – eine Kooperation mit dem Umweltbundesamt. Jeden Donnerstag bei detekor.fm+++

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