Großdemo in Moskau: Wird Putin nervös?

12.06.2012

Der Konflikt zwischen Regierung und Opposition in Russland hat heute einen weiteren Höhepunkt erlebt: Zehntausende sind gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Unsere Gesprächspartnerin war mittendrin.

Lässt seine Gegner nicht aus den Augen: Wladimir Putin, Präsident der Russischen Föderation. Foto: © Hannibal Hanschke/dapd

ist freie Journalistin in Moskau.Inna Hartwichist freie Journalistin in Moskau. 

Es war die wohl größte Kundgebung seit der Vereidigung von Präsident Putin Anfang Mai. Die Polizei sprach von gut 20.000 Teilnehmern, die Organisatoren von bis zu 100.000. Die Demonstranten wehren sich gegen den ihrer Meinung nach undemokratischen Regierungsstil von Präsident Putin und Premierminister Medwedjew. Außerdem werfen sie der Regierung Wahlfälschung vor.

Zuvor war die Stimmung in Moskau angespannt: Erst vor einigen Tagen hatte die Regierung das Demonstrationsgesetz verschärft, einige der Organisatoren der Kundgebung wurden heute verhört und konnten deshalb nicht mitdemonstrieren. Offenbar nimmt die Regierung ihre Gegner also sehr ernst.

Doch können solche Aufmärsche Putin wirklich gefährlich werden? Bahnt sich in Russland eine Revolution an?

Darüber und über die Stimmung heute bei der Demonstration haben wir mit der freien Journalistin Inna Hartwich gesprochen, sie arbeitet in Moskau und hat die Ereignisse dort heute aus der Nähe beobachtet.

Hendrik Kirchhof

verdankt seine Radioleidenschaft mephisto 97.6, dem Lokalradio der Universität Leipzig. Es folgte ein Musikjournalismus-Studium in Karlsruhe. Seit 2011 ist er Moderator und Redakteur bei detektor.fm. Außerdem produziert Hendrik Beiträge und Features für verschiedene öffentlich-rechtliche Programme, ist Online-Redakteur und Autor bei MDR FIGARO, unterrichtet an der Musikhochschule Karlsruhe den Radio-Nachwuchs und schreibt Nachrichten für MDR INFO.

Kommentare:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *