UN rufen Hungersnot in Somalia aus – unschuldige Opfer des Klimawandels

21.07.2011

Mehr als elf Millionen Menschen sind in Ostafrika vom Tode bedroht. Am Mittwoch wurde von den Vereinten Nationen offiziell eine Hungersnot für mehrere Regionen in Südsomalia ausgerufen.

Im kenianische Flüchtlingscamp Dadaab treffen jeden Tag bis zu 1.500 neue Menschen ein, die vor der Hungersnot in Somalia auf der Flucht sind. (© wikimedia.de)

Sprecherin der Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg e.V.Sabine WilkeSprecherin der Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg e.V. 

Zuletzt riefen die Vereinten Nationen im Jahr 2008 im Südsudan und 2000 in Äthopien eine Hungersnot aus. Nirgendwo sonst auf der Welt leiden momentan so viele Menschen an Mangelernährung wie am Horn von Afrika. Sie leiden unter der längsten Dürre seit Jahrzehnten. Hilfsorganisationen sprechen von der schlimmsten humanitären Katastrophe, die sich derzeit abspielt. Nach Schätzungen des Hilfswerkes Oxfam sind insgesamt eine Milliarde US-Dollar notwendig, um zu verhindern, dass die Somalier in Massen verhungern.

Deutschland hilft mit sechs Millionen Euro sofort. Nach Auskunft des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung müssten weitere Erhöhungen der Spendengelder “erst noch geprüft werden.” Die Hilfsorganisation CARE hat ihren weltweiten Spendenaufruf in der vergangenen Woche auf 33,7 Millionen Euro verdoppelt. Das Geld wird für Wasser, Nahrung und andere Hilfsgüter für zwei Millionen Menschen benötigt.

Über die aktuelle Lage vor Ort und die Dringlichkeit sofort zu helfen hat uns die Sprecherin von CARE, Sabine Wilke, berichtet.