CDU entfacht Mindestlohn-Debatte: Was bringt die Lohnuntergrenze?

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Am Montag überraschte die CDU-Spitze die eigene Partei und Arbeitgeberverbände gleichermaßen mit der Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn. Die Debatte ist erneut eingeläutet - aber was bringt ein Mindestlohn eigentlich?


CDU entfacht Mindestlohn-Debatte: Was bringt die Lohnuntergrenze? Eigentlich eher eine SPD-Forderung: Der gesetzliche Mindestlohn. Foto: © Jens Schlueter / dapd

Prof. Gerhard Bosch Prof. Gerhard Boschhält einen Mindestlohn für unumgänglich. Die Diskussion ist keine ganz neue: Mindestlohn oder nicht? Auf eines jedenfalls konnte man sich lang verlassen: die Contra-Position wurde von der Union vertreten. Bis jetzt: die Überlegungen der Unionsspitze zu einem bundesweiten Mindestlohn überraschte nicht nur Arbeitgeberverbände und Mitglieder der eigenen Partei, sondern auch die Opposition. Die SPD kritisiert bereits, dass die CDU sozialdemokratische Wahlkampfthemen für sich vereinnahme.

Unabhänig von der Überraschung der Beteiligten wird der Mindestlohn wohl kommen. Über das genaue Konzept der Lohnuntergrenze herrscht noch Uneinigkeit - vor allem bezüglich der Entscheidungsgewalt.

Bereits seit Jahren streiten sich Unternehmer und Gewerkschafter um festgelegte Untergrenzen für Löhne. Über die Folgen, die die Einführung eines Mindestlohns für Deutschland hätte, über Erfahrungen aus anderen Ländern und über eine passable Höhe für einen solchen Mindeslohn sprechen wir mit Gerhard Bosch. Er ist Direktor des Instituts „Arbeit und Qualifikation“ an der Universität Duisburg-Essen.

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