Computervirus “Stuxnet”: digitaler Erstschlag gegen Iran?

27.09.2010

Iran hat erklärt, dass viele seiner Industrieanlagen, unter anderem das Atomkraftwerk in Buschehr, Ziel einer "Stuxnet-Attacke sind. "Stuxnet" ist ein Computervirus, der bereits zur "Cyber-Wunderwaffe" erklärt wurde.

Die Möglichkeiten von Netzwerken sind immens. Die Möglichkeiten des Missbrauchs auch. / Foto: Steffi Loos/ ddp.

Aktualisierung 27.09.2010: Iran hat offiziell bekanntgegeben, dass Tausende Industrieanlagen, so auch das Atomkraftwerk in Buschehr Opfer eines Angriff mit dem Computervirus “Stuxnet geworden sind.

Artikel vom 22.09.2010: Das Erstaunliche und Neue an dem Wurm ist, dass er nicht ein bestimmtes Betriebssytems befällt, sondern sowohl Windows 2000 als auch XP, Vista und Windows 7 – und das über USB-Sticks und andere Wechseldatenträger.

arbeitet für heise.de und hat sich u.a. auf cyber-war spezialisiert.Daniel Bachfeldarbeitet für heise.de und hat sich u.a. auf cyber-war spezialisiert. 

Das Gefährliche: Stuxnet ist darauf spezialisiert, ein bestimmtes Programm in Betrieben zu manipulieren und somit Anlagen in der Produktion unkontrollierbar zu machen. Weil Experten mutmaßen, der Virus könne einzig zur Sabotage des iranischen Atomprogramms entwickelt worden sein, stellt sich die Frage, ob wir es hier mit dem “digitalen Erstschlag” zu tun haben. Denn nicht nur, dass der Virus zuerst auf dem PC eines Iraners auftrat – er ist auch extrem komplex programmiert.

Ob es sich also hierbei um den großen Coup handelt, oder alles nur Science Fiction ist, fragen wir Daniel Bachfeld. Er arbeitet für das Internetportal heise.de und hat sich mit dem Krieg im Internet sowie dem Virus beschäftigt.

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