Digitalradio soll jetzt doch noch kommen – Vertrag zu DAB+

16.12.2010

Radio hören in Deutschland, das geschieht bisher vor allem über UKW und seit ein paar Jahren mehr und mehr über das Internet. Doch es gibt nun einen zweiten Anlauf für ein digitales Radio in Deutschland. In Großbritannien wird Radio seit gut zehn Jahren auch über digitale Netze verbreitet und gehört.

Sendemast auf dem Brocken - von hier werden viele Radioprogramme ausgestrahlt. Foto: Eckehard Schulz / dapd.

Chef der Sächsischen Landesmedienanstalt und Fürsprecher des digitalen Radios. Foto: slm-online.deMartin Deitenbeck.Chef der Sächsischen Landesmedienanstalt und Fürsprecher des digitalen Radios. Foto: slm-online.de 

DAB ist der Name der digitalen Sendetechnik. Der Unterschied zum bisherigen Radioempfang: es gibt kein Rauschen mehr, feste Frequenzen und gleichbleibende Qualität. In Deutschland hat sich diese Form des Radiohörens bisher nicht durchgesetzt. Viele meinen, das liegt vor allem daran, dass es im Digitalradio kaum neue Sender gibt. Nun, soll es im kommenden Jahren doch noch einen neuen Anlauf für die von einigen schon totgeglaubte Technologie DAB geben.

Dafür sind jetzt wichtige Verträge unterschrieben worden, offenbar auch, weil ein Chiphersteller in letzter Sekunde mit Geld geholfen hat. Unter dem Namen „DAB plus“ soll also der zweite Versuch starten, Digitalradio in Deutschland einzuführen.

Martin Deitenbeck ist Vorsitzender der Technischen Konferenz der Landesmedienanstalten, hat den Vertrag mitunterschrieben und wir haben mit ihm über digitales Radio gesprochen.