Lärm an Flughäfen: Dritte Startbahn in München – ein Milliardengrab?

16.01.2012

Noch rollen keine Bagger, aber die Baugenehmigung für eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen ist erteilt. Trotzdem sind die Gegner des Ausbaus optimistisch. Was sind ihre Argumente?

engagiert sich im Aktionsbündnis >AufgeMUCkt< gegen den Bau der dritten Startbahn am Flughafen München.Hartmut Binnerengagiert sich im Aktionsbündnis >AufgeMUCkt< gegen den Bau der dritten Startbahn am Flughafen München. 

Mit Flughäfen ist es ein bisschen wie mit Mülldeponien und Atommüll-Endlagern: Wir alle brauchen sie, aber keiner will sie vor der Haustür haben. Vor allem bei großen Flughäfen gibt’s deshalb immer wieder Streit: Die Wirtschaft möchte am liebsten rund um die Uhr und sieben Tage die Woche Flugzeuge starten und landen lassen, die Anwohner dagegen wollen zumindest nachts ihre Ruhe.

Eine besonders heftige Auseinandersetzung läuft aktuell in München. Dort steht der zweitgrößte Flughafen Deutschlands, und der soll nach dem Wunsch des Flughafenbetreibers bald eine dritte Startbahn bekommen. Die Landesregierung ist einverstanden, viele Bürger, Umweltaktivisten und Globalisierungskritiker sind es nicht. Bevor die Bagger rollen, entscheiden Gerichte über mehrere Klagen gegen den Ausbau.

10.000 neue Arbeitsplätze in der Region würden uns fast schaden. (Hartmut Binner)

Über Sinn und Unsinn des Ausbaus sprechen wir mit Hartmut Binner, er ist Gegner des Projektes und engagiert sich im Aktionsbündnis „AufgeMUCkt“.

Hendrik Kirchhof

verdankt seine Radioleidenschaft mephisto 97.6, dem Lokalradio der Universität Leipzig. Es folgte ein Musikjournalismus-Studium in Karlsruhe. Seit 2011 ist er Moderator und Redakteur bei detektor.fm. Außerdem produziert Hendrik Beiträge und Features für verschiedene öffentlich-rechtliche Programme, ist Online-Redakteur und Autor bei MDR FIGARO, unterrichtet an der Musikhochschule Karlsruhe den Radio-Nachwuchs und schreibt Nachrichten für MDR INFO.

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