“Germany’s Gold”: ZDF und ARD planen Download-Portal für ihr Archiv

28.06.2011

Die Download-Plattform "Germany's Gold" soll das Beste aus 60 Jahren Fernsehen verfügbar machen - zum Teil allerdings gegen Bezahlung. Losgehen könnte es wohl noch in diesem Jahr.

Künftig sollen Nutzer im Netz ihre alten Lieblingssendungen jederzeit sehen können. © Joerg Koch/ddp

Sebastian Köhler ist Professor an der Hochschule für Medien Kommunikation und Wirtschaft in Berlin und betreibt ein Blog zur Medienpolitik.Sebastian KöhlerSebastian Köhler ist Professor an der Hochschule für Medien Kommunikation und Wirtschaft in Berlin und betreibt ein Blog zur Medienpolitik. 

Zwar stellen alle großen Sender schon seit Jahren viele Sendungen in ihre Mediatheken. Doch dort findet man längst nicht alles, was im Fernsehen läuft: Gerade Serien oder Spielfilme fehlen oft. Ganz zu schweigen von älteren Publikums-Lieblingen wie etwa den großen Unterhaltungsshows.

Unter dem Arbeitstitel „Germany’s Gold“ soll das Portal künftig bergeweise Archivmaterial bereitstellen. Freuen würde das außer den Zuschauern auch die Programm-Macher: Sie wittern ein gutes Geschäft. Sollen doch die Nutzer für Downloads zahlen, zum Teil jedenfalls. Der Rest soll über Werbung finanziert werden. Schon im Dezember könnte es losgehen, noch sind allerdings etliche Fragen offen. Unklar ist etwa, ob auch private Sender sich beteiligen. Außerdem muss das Bundeskartellamt prüfen, ob mehrere Sender sich für ein Portal zusammenschließen dürfen.

Sebastian Köhler ist Professor an der Hochschule für Medien Kommunikation und Wirtschaft in Berlin und betreibt einen Blog zu Medienpolitik. Er erklärt die kommerziellen und medienpolitischen Hintergründe von “Germany’s Gold” und sagt, ob er die ambitionierten Pläne für realistisch hält.

ZDF und ARD planen großes Download-Portal für ihre Programmarchive

Kommentare:

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  • Stephan says:

    Erneut für etwas zahlen, was ich bereits mit meinen Gebühren bezahlt habe? Nachdem die Mediatheken der ÖR im letzten Jahr massiv beschnitten wurden?

    Immerhin ist die GEZ-Frage überflüssig. Bevor das Portal startet, ist die GEZ-Novelle(Bezahlung pro Haushalt) eh in Kraft.