Green Radio | Der Tomatenfisch

Aquakultur und Gemüseanbau – ein perfektes Paar

12.06.2014

Werden Fischzucht und Gemüseanbau unter einem Dach optimal verzahnt, sinkt der Energieverbrauch drastisch. Das Konzept „Tomatenfisch“ soll nachhaltige Lebensmittelproduktion mitten in der Stadt ermöglichen.

Tomaten bestehen zu 95 Prozent aus Wasser - in Zukunft dann vielleicht aus Fischwasser. Schmeckt man aber nicht, sagen die Forscher. Foto:AFP


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Frischen Fisch gibt es normalerweise nur am Meer, in Seen oder Flüssen. Gemüse wächst auf Feldern oder in Gewächshäusern, jedenfalls irgendwo auf dem Land. Bauern züchten gewöhnlich keine Fische und Fischer bauen keine Tomaten an. Demnächst soll trotzdem beides unter einem Dach gezüchtet werden, eng miteinander verbunden. Und gern auch mitten in der Stadt. In Berlin  soll noch in deisem Jahr eine kommerzielle Anlage entstehen.

Fische und Gemüse ergänzen sich gegenseitig

In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt

In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt

Die Erfinder des Konzeptes haben das Ganze „Tomatenfisch“ genannt, weil Gemüseanbau und Fischzucht aus ihrer Sicht ein Perfect Match bilden, wenn man beides richtig verzahnt. Die Wissenschaftler glauben, dass Fische und Gemüse auf diese Weise nachhaltiger, effizienter und besser produziert werden können als Bauern, Fischer oder Betreiber herkömmlicher Aquakulturen das je hinbekommen würden. Und zwar dort, wo auch die meisten Lebensmittel konsumiert werden, eben mitten in der Stadt.

Was genau hinter der Idee „Tomatenfisch“ steckt und was die großen Vorteile gegenüber herkömmlicher Produktion sind, hat uns Werner Kloas vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin erklärt. Er ist einer der Erfinder des Konzeptes.

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