“Wir sind wütend, enttäuscht und fassungslos” – die G8 sparen an der Entwicklungshilfe

von am

Am Wochenende ging das Treffen der acht mächtigsten Industrienationen zu Ende. Wichtige Zwischenziele in der Entwicklungshilfe blieben unerreicht - doch die G8 schweigen.


“Wir sind wütend, enttäuscht und fassungslos” - die G8 sparen an der Entwicklungshilfe Ein Arzt untersucht in Anlo in Ghana im Rahmen eines jährlich durchgeführten medizinischen Hilfsprogramms ein einheimisches Kind. / © U.S. Navy, Todd Beveridge (ddp)

Jörn Kalinski Jörn Kalinskifür Oxfam beim G8/G20-Gipfel in Toronto dabei. Im kanadischen Toronto ist am Wochenende der G8-Gipfel zu Ende gegangen. Neben der gescheiterten Bankenabgabe sorgen vor allem die Ereignisse rund um die Entwicklungshilfe für Unmut.

Die Kritik: Frühere Versprechen der reichen Industrienationen an die ärmsten Länder seien fallengelassen worden, wichtige Ziele nicht erreicht. Besondere Empörung erntete der Schritt, die Zusage beim Gipfel 2005 im schottischen Gleneagles, bis 2010 die Hilfe um 50 Milliarden US-Dollar zu erhöhen, erstmals nicht mehr im Abschlussdokument eines G8-Gipfels erwähnt wurde. Das fragen wir Jörn Kalinski. Er arbeitet für die Entwicklungshilfe-Organisation Oxfam und hat den Gipfel in Toronto beobachtet.

»Jörn Kalinski zu Entwicklungshilfe-Versprechen der G8« herunterladen

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben. Machen Sie den Anfang!

 

Kommentar verfassen

Einfaches HTML (<a>,<b>,<i>,<code>,<blockquote>) ist erlaubt.

Wir veröffentlichen alle Kommentare, die nicht diffamierend oder rechtlich bedenklich sind. Wir bemühen uns binnen 24 Stunden alle Kommentare freizuschalten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Das Geschäft mit der Armut

Das Geschäft mit der Armut

In den deutschen Entwicklungshilfeorganisationen arbeiten inzwischen zehntausende Beschäftigte. Es geht längst nicht mehr nur um Hilfe, sondern auch um politischen und wirtschaftlichen Einfluss. mehr