Ausbildung mit Virtual Reality

Lernen in einer anderen Welt

08.06.2017

Brille auf und ab in eine andere Welt – so funktioniert Virtual Reality. Dabei ist die Technik nicht nur in der Gaming-Szene beliebt. Denn sie wird auch immer mehr in der Aus- und Weiterbildung großer Unternehmen angewendet.

Seit ein paar Jahren gibt es die Möglichkeit, mithilfe spezieller Brillen in eine andere, virtuelle Realität abzutauchen. Das Ganze nennt sich Virtual Reality und kam anfangs vor allem in der Gaming-Szene zum Einsatz. Doch immer mehr Bereiche entdecken jetzt die Technik für sich.

Möglichkeiten für Virtual Reality

So birgt Virtual Reality zum Beispiel in der Medizin viele Möglichkeiten. Die Brillen können etwa einen Operationssaal darstellen, in dem Medizinstudenten dann die Situation einer OP üben können. Und auch in der Psychologie lassen sich gut verschiedene Ängste wie beispielsweise Höhenangst mittels Virtual Reality therapieren. Die Technik wirkt hier für die Therapie unterstützend.

Aber es gibt mittlerweile auch viele große Unternehmen, die das Potenzial der virtuellen Realität für sich entdeckt haben. Seit einiger Zeit setzen Firmen in verschiedenen Ausbildungsberufen, Weiterbildungen und Trainings mehr und mehr auf den Einsatz der Virtual Reality.

Die Technik wird vor allem in Trainingsszenarien eingesetzt, in denen man bestimmte Prozesse probieren und immer wieder wiederholen muss. – Thomas Bremer, Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin

Ausbildung in einer anderen Realität

So kann es zum Beispiel sein, dass Auszubildende mit einer Virtual-Reality-Brille schwierige Situationen trainieren. Vor allem in technischen Berufen kann das praktisch sein.

Haben die Auszubildenden die Brille aufgesetzt, finden sie sich zum Beispiel direkt an einem ICE wieder, dessen defekte Tür repariert werden muss. Das kann der Auszubildende dann mit dem passenden Werkzeug am Gürtel üben. Wenn er die Brille aber wieder absetzt, ist er zurück im Klassenraum oder dem Büro. Aber bevor Ausbilder diese Methoden flächendeckend nutzen können, muss sich noch einiges tun.

Noch ist es viel zu teuer, diese Szenarien zu machen, da sie erst einmal gebaut, realisiert und umgesetzt werden müssen. – Thomas Bremer

Welche Probleme es neben dem finanziellen Aspekt gibt und welche Szenarien Thomas Bremer sich schon ausgedacht hat, erklärt er detektor.fm-Moderator Christian Eichler im Interview. Thomas Bremer hat an der Hochschule für Technik und Wirtschaft 2008 den Studiengang Game Design initiiert und beschäftigt sich intensiv mit virtueller Realität.

Virtual RealityEs wird noch dauern, bis Virtual Reality eine Standardtechnik in der Ausbildung wird.Thomas Bremervergleicht den Stand der Entwicklung von Virtual Reality heute mit dem des Internets in den 1990ern. 

Redaktion: Roberta Knoll