Die Bäckerei der Zukunft

Wie passen Tradition und Digitalisierung zusammen?

26.10.2018

Auch in der handwerklichen Bäckerei wird auf die Digitalisierung gesetzt. Digitale Öfen, Apps und Algorithmen nehmen zeitaufwendige Arbeiten ab. Am Ende bleibt mehr Zeit für das eigentliche Backen.

Handwerk oder Industrie?

Längst verkaufen nicht mehr nur die traditionellen Bäckereien Brot und Brötchen. Denn Großbetriebe backen mittlerweile für Supermärkte und Backstationen. Unter dem Preisdruck der Industriebäckereien leiden die Handwerksbetriebe. Laut dem Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks hat es letztes Jahr noch 11.347 kleine und mittelständische Betriebe gegeben. Im Jahr 2000 sind es fast doppelt so viele gewesen.

Ich bin der Meinung, dass man in Zukunft nur noch eine Chance am Markt hat, wenn man sich profiliert. Auf der einen Seite wird es die Massenproduktion und Preisführerschaft geben. Und auf der anderen Seite wird es Betriebe geben, die sich wieder zurückbesinnen und sich dadurch absetzen. – Andreas Fickenscher, Handwerksbäcker aus Franken

Bäckerei 4.0: Wie sieht die Zukunft aus?

Immer mehr traditionelle Handwerksbetriebe sehen die Digitalisierung deshalb als Chance. In nahezu allen Arbeitsbereichen spart die Digitalisierung zeitaufwendige Arbeiten. In den Backstuben übernehmen beispielsweise digitale Öfen nächtliche Arbeitsschritte. Am Ende bleibt so mehr Zeit für das eigentliche Handwerk.

Das gilt auch für den Verkauf. Nicht nur per App lassen sich Brötchen mittlerweile vorbestellen. Damit die Kunden an der Ladentheke der Bäckerei nicht mehr anstehen müssen, werden Backwaren teilweise auch schon per Post versandt.

Über die Bäckerei 4.0 hat detektor.fm-Redakteur Yannic Walther mit Bäckern gesprochen, die ihr traditionelles Handwerk digitalisieren. Gesprochen wird der Beitrag von detektor.fm-Moderator Philipp Weimar.