CeBIT 2017 mit Japan und Merkel

Für Wirtschaft statt für User

20.03.2017

Die CeBIT 2017 eröffnet mit selbstfahrenden Autos und Drohnen. Auf einigen Straßen sind bereits testweise selbstfahrende Autos unterwegs und Drohnen gibt es längst auch in Spielwarenläden. Kann die CeBIT 2017 noch neue Technologien vorstellen und Trends setzen?

Japan auf der CeBIT 2017

In Hannover hat die CeBIT 2017 begonnen. Obwohl die großen Trends in Technologie und Digitalisierung mittlerweile auf sehr vielen Messen besprochen werden, sind für die fünftägige Veranstaltung über 3.000 Aussteller aus 70 Ländern angereist. Allein 120 davon aus Japan. Denn Japan ist das Partnerland der CeBIT 2017.

Angela Merkel hat die Technologiemesse am Vorabend zusammen mit dem japanischen Premierminister Shinzo Abe eröffnet. Beide haben sich mit Blick auf die US-Handelspolitik für die Verteidigung des Freihandels und für offene Märkte ausgesprochen.

Europa hinterher

Europa hinkt mit Blick auf die Digitalisierung häufig hinterher. Japan hingegen bestimmt unter anderem das hohe Entwicklungs-Tempo auf dem Markt. Während beispielsweise hierzulande ein Großteil der Bevölkerung künstliche Intelligenz oder der Einsatz von Robotern in der Krankenpflege kritisch sieht, haben viele Japaner keine Angst vor neuen Technologien. Ist Japan mehr Konkurrent denn Partnerland?

Die Japaner sind unglaublich aufgeschlossen, was die Integration von Technik in den Alltag betrifft. Die stellen sich nicht diese ethischen Fragen, die wir uns hier manchmal stellen. Nämlich ob man zum Beispiel Demenzkranke mit Robotern pflegen darf. – Kristina Beer, Heise Online

CeBIT 2017: Bühne für die Politik

Seit einiger Zeit wird die CeBIT dafür kritisiert, dass sie mittlerweile vor allem eine Image- und Business-to-Business-Veranstaltung sei. Auch eine internationale Bedeutung komme der Messe nicht mehr unbedingt zu. Einige fordern deshalb sogar die Re-Integration in die Hannover-Messe, eine der bedeutendsten Industriemessen.

Die Bundeskanzlerin spricht sich allerdings ausdrücklich gegen eine solche Zusammenlegung aus. Neben diesem Standpunkt zu Messe-Angelegenheiten ist zu beobachten, dass sich die Politik gerne auf der CeBIT zeigt. Im letzten Jahr waren neben Angela Merkel beispielsweise auch Sigmar Gabriel und Thomas de Maizière zu Gast.

Welche neuen Trends und Entwicklungen die IT-Messe tatsächlich vorstellt und was sich daraus für die Zukunft ablesen lässt, hat detektor.fm-Moderator Christian Eichler mit Kristina Beer von Heise Online besprochen.

Kristina Beer_HeiseEin großes Thema ist das Internet of Things: Alles wird mit allem vernetzt und das ist natürlich im Alltag gefährlich, wenn das nicht abgesichert wird.Kristina Beerfragt sich, inwieweit wir uns vor der Technisierung und Digitalisierung schützen sollten. 

Redaktion: Vera Weber