Deutsche Post macht bei der De-Mail nicht mehr mit

12.04.2013

Nach einigen Streitereien um Datensicherheit hat sich die Deutsche Post dazu entschieden, den De-Mail-Standard nicht zu unterstützen. De-Mail war in Kooperation mit dem Gesetzgeber entwickelt worden.

Die Zukunft der digitalen Kommunikation heißt für die Deutsche Post auch weiterhin E-Postbrief. Foto: Nigel Treblin/dapd

Christian Schlesigerist Logistikexperte und Redakteur des Magazins «Wirtschaftswoche». 

Im Juli 2010 führte die Deutsche Post den E-Brief ein. Es war ein revolutionäres Konzept, mit dem E-Mails sicherer als ein sogenannter Onlinebrief verschickt werden konnten – mit offizieller Absendebestätigung wie ein Einschreiben.

Der Bundestag verabschiedete ein knappes Jahr später das De-Mail-Gesetz, mit dem der sogenannte De-Mail-Standard etabliert werden sollte.

Vorteile von Brief und E-Mail kombiniert

Eine schnelle, preiswerte, aber trotzdem sehr vertrauliche Methode sollte entstehen, mit der zum Beispiel Immatrikulationen und Verträge sicher online verschickt werden können.

Die Deutsche Post gab zuerst bekannt, ihr Produkt E-Brief auf den De-Mail-Standard anzupassen. Doch nach Diskussionen um Datensicherheit und -schutz entschloss sich die Post nun, aus dem Konzept De-Mail auszusteigen.

Über die Gründe des Ausstiegs und wie es jetzt mit E-Post beziehungsweise De-Mail weitergeht, haben wir mit Christian Schlesiger gesprochen. Er ist Logistikexperte und Redakteur beim Magazin Wirtschaftswoche.

Deutsche Post macht bei der De-Mail nicht mehr mit

Die Deutsche Post geht davon aus, dass sie ein Produkt anbietet, das den Markt beherrschen wird. Sie geht davon aus, dass die rechtssichere Kommunikation mit Behörden eben doch nicht die große Bedeutung haben wird, wie das, im De-Mail-Gesetz erwartet wird. – Christian Schlesiger