Digitales Bezahlen | The Coinspondent über Cold Storage

Bitcoins besser offline sichern

16.12.2014

Bitcoins sind digitales Geld und das Bezahlen im Internet ist durch sie so einfach wie noch nie. Trotzdem sollte man nicht mehr Bitcoins als nötig in einer digitalen Brieftasche aufbewahren. Ist sie mit dem Internet verbunden, könnte sie gehackt werden. Wer Bitcoins sicher aufbewahren will, sollte sie offline speichern.

Neben der mittelgroßen Sensation, dass Microsoft seit vergangenem Dienstag Bitcoins akzeptiert, deren Konsequenzen und den Reaktionen auf diese Meldung, sprechen wir diese Woche in der Serie „Digitales Bezahlen“ über „Cold Storage“ – die sichere Aufbewahrung von Bitcoins.

Denn obwohl Bitcoin eine rein digitale Währung ist, kann und sollte man Bitcoins, die man länger und vor dem Zugriff vor Hackern geschützt aufbewahren möchte, auch offline speichern. Zum Beispiel in Form einer sogenannten Paper Wallet, die man sich zu Hause ausdrucken kann.

Public Key und Private Key

Möglich ist dies, weil Bitcoin-Adressen aus zwei Schlüsseln bestehen. Einem öffentlichen, der sogenannten Bitcoin-Adresse und einem privaten. Während der öffentliche Schlüssel bedenkenlos geteilt werden kann, sollte der private Schlüssel um jeden Preis vor dem Zugriff durch Dritte geschützt werden. Denn wer den privaten Schlüssel besitzt, kann damit alle Bitcoins einer Bitcoin-Adresse ausgeben.

Speichert man den privaten Schlüssel auf dem Computer, der mit dem Internet verbunden ist, könnte dieser durch Viren, Trojaner oder Keylogger ausspioniert werden. Druckt man den privaten Schlüssel hingegen aus und löscht ihn vom Computer, hat nur noch der Zugriff auf die Bitcoins, der auch Zugriff auf die Paper Wallet hat.

Wer auf Nummer sicher gehen will, schickt seine Bitcoins daher gleich an eine Bitcoin-Adresse, die komplett offline generiert wurde. Denn wenn der private Schlüssel niemals auf einem Gerät war, das Verbindung mit dem Internet hatte, dann konnte der Schlüssel auch noch nicht gehackt, ausgelesen oder kopiert werden.

Bitcoin Wallet-Cards zu gewinnen

Wer sich selbst nicht zutraut eigene Paper Wallets zu erstellen, kann dabei auch auf das Angebot professioneller Anbieter wie Bit-Card zurück greifen. Das Leipziger Unternehmen produziert spezielle Offline-Wallets im Scheckkartenformat, die zusätzlich durch Verschlüsselungen, optische und physische Sicherheitsvorkehrungen geschützt sind.

Nichtsdestotrotz muss sich jeder Bitcoin-Besitzer jedoch bewusst sein, dass auch die beste Paper Wallet, egal aus Papier oder als Scheckkarte, nur so sicher ist, wie die Sorgfalt, mit der man damit umgeht. Verliert man bspw. die einzige Paper Wallet, die den privaten Schlüssel enthält, sind auch die Bitcoins verloren. Im Netz wird daher regelmäßig diskutiert, was man alles beachten sollte, um seine Bitcoins möglichst sicher aufzubewahren.

The Coinspondent Friedemann Brenneis, der den gleichnahmigen Blog betreibt, über die Hintergründe und weitere Neuigkeiten aus der Bitcoin-Welt.

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Immer dienstags widmen wir uns dem digitalen Bezahlen und den Bitcoins. The Coinspondent Friedemann Brenneis, der den gleichnamigen Blog betreibt erklärt die Grundlagen: Was sind Bitcoins? Was kann man damit machen? Und werden sie wirklich die Welt verändern? Kritische, aktuelle und verständliche Informationen rund um digitale Währungen. Zu Hören jederzeit hier als Podcast und zum Lesen auf www.coinspondent.de.

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