Fortschritt | Computerviren beseitigen

Kampf gegen Unbekannte

29.05.2018

Selbst die Bundesregierung wird im Jahr 2018 noch gehackt. Auch Zuhause gilt: Viren sind und bleiben die größte Bedrohung für den eigenen Computer. Wie kann man sich schützen?

Es klingt nach einem alten Hut, Tipps und Tricks zu geben, wie man sich am besten vor Computerviren schützen kann. Allerdings wird dieses Thema nicht alt. Denn Hacker finden immer neue Wege, Daten zu stehlen oder Systeme zu schädigen.

Die neuesten Maschen

Besonders beliebt ist derzeit das Hacken von Social Media Accounts. Bei Facebook, Instagram und Co. verschaffen sich die Hacker zunächst Zugriff auf Konten, indem sie entweder Computerviren oder eine noch dreistere Masche nutzen: Es wird ein Video mit einem YouTube-Link als Nachricht verschickt.

Klickt man drauf, wird man prompt weitergeleitet. Allerdings nicht zu YouTube, sondern zu einer Webseite. Es erscheint ein Login-Feld mit der Bitte, sich erneut bei Facebook einzuloggen.

In Wahrheit speichert der Hacker allerdings die Login-Daten. Mithilfe der erbeuteten Daten wird der Link  dann an die Freundesliste weitergeleitet. Und so erhalten die Hacker immer mehr Login-Daten.

Bei Instagram sieht der Hack ein wenig anders aus. Über Bots und Computerviren werden E-Mail-Adressen gesammelt. Instagram lässt es sogar nach wie vor zu, Passwörter unzählige Male eingeben zu dürfen. Es ist also noch einfacher, das System zu hacken. Deshalb helfen dabei nur Zwei-Stufen-Authentifizierungen, um sich besser zu schützen.

Hacker haben es zum Beispiel auf Online-Banking-Daten oder Accounts abgesehen. Sollten sie es schaffen, dass ihre Viren durch das Sicherheitssystem kommen, dann hilft nur noch ein Notfall-System. – Dennis Schirrmacher, Redakteur beim Fachmagazin c’t.

Computerviren erkennen

Man merkt es immer deutlicher: Es ist schwierig, sich rein auf die Intuition zu verlassen. Um sich in private Accounts und Netzwerke einzuschleusen, nutzen Hacker sogar geklonte E-Mail-Adressen von Bekannten oder Freunden. Die Computerviren schlummern dann auf dem System, bis sie aktiviert werden.

Die Befehle kommen dabei auch von bekannten E-Mail-Adressen. Computerviren kann man also nicht mehr wirklich erkennen, außer die Hacker wollen es. Man kann sich dabei nur auf Programme und Systeme verlassen, die sich auf das Aufspüren von Viren und Schadsoftware spezialisiert haben.

detektor.fm-Moderatorin Eva Morlang hat mit detektor.fm-Redakteur Merten Waage darüber gesprochen, wie diese Programme funktionieren und wie man sich am besten schützen kann.


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