Play
Übersetzungssoftware. Quelle: Panuwat Phimpha | Shutterstock
Bild: Panuwat Phimpha | shutterstock

Fortschritt | Übersetzungssoftware: Qualität oder Kauderwelsch?

(Not) Lost in Translation

Übersetzungssoftware wird immer besser. Aber sie macht trotzdem noch Fehler. Manchmal sind sie amüsant, manchmal endet es in Kauderwelsch. Dank Neuronaler Maschineller Übersetzung versteht die Software Sprache aber fast so, wie wir Menschen.

Präsentiert von

Übersetzungssoftware „lernt“ Vokabeln

An vielen Urlaubsorten kommt man mit rudimentären Englisch-Kentnissen ziemlich weit. Aber wenn man die Landessprache versteht, ist es manchmal doch leichter, sich zurecht zu finden. Dafür braucht es kein Reise-Wörterbuch mehr, denn mit unserem Smartphone und der passenden Übersetzungssoftware können wir viele Sprachen schnell übersetzen – meistens auch ohne Internetverbindung. Die Ergebnisse werden dank Neural Machine Translation (NMT) immer besser.

Diese Neuronale Maschinelle Übersetzung ist eine Herangehensweise, bei der man Methoden der Künstlichen Intelligenz verwendet. Das Interessante ist, dass Wörter und Sätze als mathematische Gebilde verarbeitet werden.

Prof. Dr. Uta Seewald-Heeg, HS Anhalt

Prof. Dr. Uta Seewald-Heeg, HS AnhaltFoto: Privat

Die Software funktioniert ähnlich wie unser menschliches Gehirn. Je größer und besser die Datenmengen (sprich: Vokabeln) sind, mit denen sie trainiert wird, desto besser wird die Übersetzung.

 „Gedichte sind völlig unmöglich“

So perfekt und flüssig viele Übersetzungen dank NMT klingen, stößt Übersetzungssoftware doch irgendwann an Grenzen. Geht es um die Verarbeitung kreativer Sprache, etwa in Gedichten, in Literatur oder in Songtexten, ist eine menschliche Übersetzung immer noch besser.

Außerdem ist es wichtig, die Daten, mit denen die Software trainiert wird, vorher von Fehlern zu bereinigen. Übersetzungsfehler können zwar sehr amüsant sein (ein lustiges Beispiel teilen Florentin Will und Stefan Titze in ihrem Podcast), aber macht die Software für den Einsatz im professionellen Kontext unbrauchbar.

Wie sich Übersetzungssoftware in den letzten Jahren verbessert hat und warum trotzdem noch Fehler passieren, darüber spricht detektor.fm-Moderatorin Anja Bolle mit Uta Seewald-Heeg. Sie ist Professorin für Computerlinguistik und Sprachdatenverarbeitung an der Hochschule Anhalt.

Volles Programm, (aber) null Banner-Werbung

Seit 2009 arbeiten wir bei detektor.fm an der digitalen Zukunft des Radios in Deutschland. Mit unserem Podcast-Radio wollen wir dir authentische Geschichten und hochwertige Inhalte bieten. Du möchtest unsere Themen ohne Banner entdecken? Dann melde dich einmalig an — eingeloggt bekommst du keine Banner-Werbung mehr angezeigt. Danke!

detektor.fm unterstützen

Weg mit der Banner-Werbung?

Als kostenlos zugängliches, unabhängiges Podcast-Radio brauchen wir eure Unterstützung! Die einfachste Form ist eine Anmeldung mit euer Mailadresse auf unserer Webseite. Eingeloggt blenden wir für euch die Bannerwerbung aus. Ihr helft uns schon mit der Anmeldung, das Podcast-Radio detektor.fm weiterzuentwickeln und noch besser zu werden.

Unterstützt uns, in dem ihr euch anmeldet!

Ja, ich will!

Ihr entscheidet!

Keine Lust auf Werbung und Tracking? Dann loggt euch einmalig mit eurer Mailadresse ein. Dann bekommt ihr unsere Inhalte ohne Bannerwerbung.

Einloggen