Glatte Landung für Space-X und Chatbots bei Facebook

Small Talk mit dem Bot

12.04.2016

Das private Raumfahrtunternehmen Space-X hat es zum ersten Mal geschafft, eine Weltraumrakete sicher auf dem Meer zu landen. Ganz so bald wird der Weltraumtourismus sicher trotzdem nicht kommen, dafür werden wir aber bei Facebook bald Chatbots begegnen. Die Digitalthemen der Woche mit Nikolaus Röttger von WIRED Germany.

Raketen-Recycling ab sofort möglich

Tesla-Gründer Elon Musk ist mit seinem privaten Raumfahrtunternehmen Space-X zwar nicht der Einzige, der den Weltraumtourismus als Geschäftsfeld erschließen will. Aber er ist der erste, dessen Firma eine Weltraumrakete sicher auf dem Meer landen konnte. Am Wochenende ist „Falcon 9“ wieder unbeschadt auf einer schwimmenden Insel namens „Of Course I Still Love You“ gelandet. Die Rakete kann also wieder benutzt werden. Ob sie tatsächlich noch funktioniert, wird sich im Juni zeigen. Dann ist nämlich der nächste Start für die „Falcon-9“-Rakete von Space-X angesetzt.

Facebook-Messenger bald mit Chatbots?

Chatbots sind Software, die sich mit Menschen unterhalten kann. Bisher helfen solche Programme vor allem bei Service-Anfragen oder Reisebuchungen. Erst im März ist ein Chatbot von Microsoft bei seinem ersten Twitter-Test grandios gescheitert, weil er sich innerhalb kürzester Zeit rassistische und sexistische Kommentare angewöhnt hat. Trotzdem experimentieren im Moment viele Unternehmen mit dieser Technologie. Vielleicht begegnet sie uns schon bald im Facebook Messenger, jedenfalls sollen Chatbots auf der nächsten Facebook-Entwickler-Konferenz F8 das große Thema sein. Sprechen wir im Netz also alle bald nur noch mit diesen Programmen – und werden wir es überhaupt merken?

Die Lieblings-Tech-Geschichte der Woche

Wir sprechen oft genug über die Sorge, dass alle unsere Daten gesammelt werden. Gerade bei Gesundheitsdaten ist da häufig große Skepsis angesagt. Nikolaus Röttger hat ein positives Gegenbeispiel: Denn einem Herzpatienten haben die gespeicherten Daten eines Fitness-Trackers offenbar das Leben gerettet. Das jedenfalls ist die Lieblingsgeschichte von Nikolaus Röttger in dieser Woche. Warum, erklärt der Chefredakteur von WIRED Germany im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt.

 

Nikolaus Röttger, Chefredakteur von Wired GermanyDie Eroberung des Weltalls ist einen großen Schritt vorangekommen, weil das Fliegen vielleicht günstiger werden kann.Nikolaus RöttgerChefredakteur bei WIRED Germany